Schadenersatzforderung BP verlangt 20 Milliarden von Halliburton
[09:10, 03.01.12]
Fast zwei Jahre nach der schweren Ölpest im Golf von Mexiko verklagt der britische Ölmulti den Erdöldienstleister aufs Neue. Laut BP soll Halliburton beim Abdichten des Bohrlochs minderwertigen Zement verwendet haben.
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Der britische Ölkonzern BP verlangt vom Erdöldienstleister Halliburton 20 Mrd. Dollar Schadensersatz. BP wolle eine Entschädigung für die Beseitigung der Umweltschäden, entgangene Gewinne und alle anderen Kosten im Zusammenhang mit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon", meldete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Gerichtsdokumente. BP und Halliburton waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Bei den Vorwürfen gegen Halliburton geht es darum, dass das Bohrloch auf dem Meeresgrund nicht sachgemäß abgedichtet und dabei möglicherweise minderwertiger Zement verwendet worden sei.
Nach der schwersten Ölpest in der US-Geschichte, die im April 2010 begann und mehrere Monate dauerte, laufen bereits mehrere Klagen. BP und Halliburton streiten sich vor allem darüber, wer an der Katastrophe die Hauptschuld trägt.
Bei der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" waren elf Arbeiter ums Leben gekommen. Durch das Unglück entstand ein Leck am Bohrloch, aus dem über Wochen Erdöl ins Meer strömte. Mehrere Versuche, das Leck zu schließen, schlugen zunächst fehl. Weite Teile der amerikanischen Golfküste wurden verschmutzt.
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