Zugegeben: Auch BÖRSE ONLINE hat die regelmäßige Coverage von Softship bereits vor längerer Zeit eingestellt. Zu klein war der Börsenwert des Hamburger Softwarespezialisten für die Schifffahrt geworden, und auch die Ergebnisse ließen zu wünschen übrig.
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Besonders 2007 war eine düstere Periode für Softship. Bei einem Umsatz von 4,8 Millionen Euro fuhr die Gesellschaft ein Minus von mehr als 1,5 Millionen Euro ein. Doch bereits ein Jahr später schaffte das Management den Sprung zurück in die Gewinnzone. Gemessen an früheren Jahren blieb die operative Marge mit knapp 2,2 Prozent jedoch eher bescheiden.
Umso überraschender sehen die nun veröffentlichten Rahmendaten für 2009 aus: Bei einem Erlösanstieg um zehn Prozent auf 6,84 Millionen Euro haben die Hamburger den Nettogewinn um erstaunliche 181 Prozent auf 0,566 Millionen Euro gehievt. Damit hat Softship die Erwartungen der Börsianer offensichtlich deutlich übertroffen, denn der Aktienkurs hat sich mit 1,92 Euro auf ein neues 52-Wochen-Hoch geschraubt.
Bezogen auf die 1,877 Millionen umlaufenden Anteilscheine entspricht das Resultat einem Ergebnis je Aktie von 0,30 Euro. Noch gibt es keine Aussage über die Ertragsentwicklung für 2010. Doch selbst bei einem konstanten Gewinn käme die Softship-Aktie noch immer auf ein extrem niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,4. Den Geschäftsbericht für 2009 veröffentlicht das Unternehmen am 30. April. Der Quartalsbericht ist für den 12. Mai anberaumt.
Erstmals in der mehr als 20jährigen Firmengeschichte wird diese Entwicklung mit einer Dividende versüßt. So soll der Hauptversammlung am 2. Juli eine Auszahlung von 0,10 Euro je Anteilschein vorgeschlagen werden. Das entspricht einer Rendite von anständigen 5,2 Prozent. Offensichtlich soll die Gewinnbeteiligung kein Einzelfall bleiben. Offiziell heißt es: „Auch in Zukunft beabsichtigt der Vorstand eine angemessene Dividendenzahlung, um die Aktionäre am Erfolg der Gesellschaft zu beteiligen.“
Mit einer Kapitalisierung von 3,6 Millionen Euro zählt die Softship-Aktie zu den absoluten Miniwerten auf dem heimischen Kurszettel. Entsprechend groß sind die Risiken. Wer sich den Titel ins Depot legen will, sollte unbedingt streng limitieren. Auch ist nicht gewährleistet, dass man als Anleger problemlos aus dem Papier rauskommt. All das müssen potenzielle Investoren bedenken. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, findet in der Softship-Aktie aber einen sehr günstigen Micro Cap. BÖRSE ONLINE nimmt das Papier jedenfalls wieder in seine Datenbank auf.
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