Mit rasant wachsenden Absatzzahlen und einem Milliardengewinn untermauert Audi seine Position als wichtigste Marke und Ertragsperle von
VW . Mit 1,3 Mrd. Euro steuerten die Ingolstädter fast die Hälfte - und damit den höchsten Anteil aller Töchter - zum gesamten operativen Ergebnis des Konzerns von 2,8 Mrd. Euro im ersten Halbjahr bei. Dabei steigerten sie ihren Gewinn um fast 62 Prozent.
Auch bei der Nettoliquidität sind die Bayern einsame Spitze. Von den 17,5 Mrd. Euro in der Kasse von
VW stammen allein 11,8 Mrd. Euro von Audi. Im Gegenzug profitiert die Tochter von gemeinsam geschulterten Entwicklungskosten, dem VW-Baukastensystem sowie der Einkaufsmacht der Wolfsburger Mutter.
Mit dem operativen Gewinn von 1,3 Mrd. Euro schlossen die Ingolstädter nach Angaben von Freitag das beste erste Halbjahr der Unternehmensgeschichte ab. "Wir streben 2010 wieder ein Spitzenergebnis mit einer operativen Umsatzrendite auf dem Niveau des ersten Halbjahres an", sagte Finanzchef Axel Strotbek. Die Marge betrug zuletzt 7,6 Prozent.
Damit lag Audi aber hinter Konkurrent
Daimler , der in seiner Pkw-Sparte 8,5 Prozent auswies. Der Dauerrivale
BMW stellt erst nächste Woche seine Halbjahreszahlen vor. Für das Gesamtjahr haben die Münchner in der Autosparte eine operative Marge von mehr als fünf Prozent angekündigt. Den Umsatz steigert Audi in den ersten sechs Monaten von 14,5 auf 17,6 Mrd. Euro.
Beim Absatz will Audi das Rekordjahr 2008 übertreffen, in dem erstmals über eine Million Fahrzeuge weltweit verkauft wurden. Für 2010 sind mehr als 1,08 Millionen geplant. Das würde einem Plus von 14 Prozent im Vergleich zu den fast 950.000 ausgelieferten Fahrzeugen im Krisenjahr 2009 entsprechen. Für Schub sollen neben der Erholung der weltweiten Autoindustrie und dem Boom in China auch zwölf neue und überarbeitete Modelle sorgen, darunter der Kleinwagen A1 und die Reiselimousine A7.
(Mit Agenturen)
Diesen Artikel bookmarken bei...