Vorbehaltlich der endgültigen Zahlen steigerte der Minicomputer-Hersteller den Umsatz in 2011 um rund 14 Prozent auf über 580 Mio. Euro und könnte damit einen neuen Umsatzrekord erzielt haben. Experten hatten zuvor mit rund 570 Mio. Euro gerechnet. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 sollen am 21.03.2012 veröffentlicht werden.
"Die konsequente Umsetzung wichtiger Maßnahmen hat sich ausgezahlt und wir konnten weiter profitabel wachsen", sagt Ulrich Gehrmann, Vorstandsvorsitzender von
Kontron. Dazu gehörten strategische Akquisitionen, der anhaltende Ausbau der Entwicklungsmannschaft, die weitere Verschlankung von Strukturen und Prozessen sowie die Erweiterung der Angebotspalette um die boomende, so genannte Advanced RISC Machines (ARM)-Architektur für besonders stromsparende Mikroprozessoren bei mobilen Anwendungen. "Auch für 2012 erwarten wir eine stabile Umsatzentwicklung, die 3 Prozent über oder unter dem um Malaysia bereinigten 2011 Vergleichswert in Höhe von ca. 570 Mio. Euro liegen wird", so Gehrmann.
Zum Gewinn machte
Kontron noch keine Angaben, kündigte für das laufende Jahr allerdings an, seine Renditen nach oben zu schrauben. "Die unsichere weltwirtschaftliche Lage lässt derzeit keine weitere Präzisierung zu, aber wir gehen davon aus, dass wir 2012 die operative EBIT-Marge steigern können", erklärte Gehrmann.
Die Kontron-Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich schlechter entwickelt als der TecDAX. Während der Index rund 20 Prozent unter dem Stand von Mitte Januar notiert, büßte
Kontron knapp 40 Prozent ein. Positiv stimmt aber, dass der Wert sich seit gut drei Monaten über der fünf-Euro-Marke hält und hier nun einen Boden ausbilden könnte. Gelingt nun auch der Sprung über 5,60 Euro, dürften weitere Anschlusskäufe für Rückenwind sorgen.
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