Der Automobildienstleister hat die Finanzkrise gelassen abgeschüttelt und befindet sich auf Rekordfahrt. Der Aufschwung in der Autoindustrie, Forschungsgelder aus dem Ausland und Outsourcing-Aufträge machen das Unternehmen zum Renner.
Die Nachfrage nach Autos zieht wieder an, und große Automobilkonzerne vergeben vermehrt Aufträge an externe Dienstleister. Dazu gehört Bertrandt. Das Unternehmen liefert Ideen und Dienstleistungen für die Produktentstehung an die europäische und amerikanische Automobil- und Luftfahrtindustrie. Der Konzern profitiert neben dem starken Outsourcing-Trend auch von den vielen Forschungsgeldern, die in die Autobranche gesteckt werden, um sie in eine umweltschonende Industrie umzuwandeln.
Die Finanzkrise hat Bertrandt weit hinter sich gelassen und eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 vorgelegt. Die Umsatzerlöse des ersten Halbjahres, das am 31. März endete, beliefen sich auf 194,6 Mio. Euro. Dies ist zwar ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als 209,8 Mio. Euro erlöst wurden.
Betrachtet man allerdings nur das zweite Quartal des Geschäftsjahres, belief sich der Umsatz auf 104,3 Mio. Euro, ein solider Anstieg gegenüber dem Vergleichswert von 97,6 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis konnte im ersten Halbjahr 2009/2010 durch einen französischen Forschungszuschuss von 3,8 Mio. Euro um 2,5 Prozent auf 19,9 Mio. Euro gesteigert werden. Der Vorstand geht für das laufende Geschäftsjahr von weiter positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklungen aus.
Der Aufwärtstrend zeigt sich auch an der Börse. Seit dem Einbruch Ende 2008 rast die Aktie des Ingenieurdienstleisters davon und steht auf einem Rekordhoch von rund 33,50 Euro. Anleger sollten ebenfalls in den Startlöchern stehen, um von diesem Rennen zu profitieren. Denn die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von gut zwölf erscheint nach wie vor niedrig. Bertrandt profitiert von der oft beschworenen Hoffnung, dass viele Industriezweige – allen voran die Autobranche – den Wandel zur umweltschonenden Produktion vollziehen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, werden weiter vermehrt Gelder in Entwicklung und Forschung fließen.
Diesen Artikel bookmarken bei...