Nach der Rally der vergangenen Monate legt die Carlsberg-Aktie heute eine verdiente Pause ein. Die gestrigen Quartalszahlen belegen, warum der Titel bei Investoren derzeit so beliebt ist.
Der dänische Brauereikonzern steigerte im zweiten Quartal den operativen Gewinn um 16 Prozent auf 4,25 Mrd. Kronen. Das war deutlich besser als Analysten erwartet hatten. Dabei hatte der Konzern, der mehr als die Hälfte seiner Erlöse in Westeuropa erzielt, mit einem Absatzrückgang in Russland zu kämpfen, nachdem dort am Jahresanfang die Biersteuer verdreifacht worden war. Hingegen beflügelte der starke Anstieg des Rubels gegenüber der Krone den Profit kräftig. Dennoch hatte kaum ein Analyst damit gerechnet, dass der weltweit viertgrößte Brauer bereits zu diesem frühen Zeitpunkt im Jahr die Prognose anheben wird.
Zudem stützten Kostensenkungen das Ergebnis deutlich.
Vorstandschef Jorgen Buhl Rasmussen gab sich zuversichtlich, dass der Absatz in Russland im Gesamtjahr nur im „oberen einstelligen“ Prozentbereich schrumpfen wird. Bislang hatte er ein Minus im „unteren zweistelligen Bereich“ prognostiziert. Grund sei, dass sich das Verbrauchervertrauen wegen der Erholung der Wirtschaft verbessere.
Rasmussen schraubte daher die 2010er-Prognose für den operativen Profit auf 10 Mrd. Kronen nach oben. Bislang lag die Meßlatte auf dem 2009er-Niveau von 9,4 Mrd. Kronen. Er gab sich zudem optimistisch, dass die stark schwankenden Preise für Agrarrohstoffe „keinen wesentlichen Effekt“ auf das 2011er-Ergebnis haben werden, denn zum Beispiel der Gerstebedarf sei in ausreichendem Maße gehedged.
Der Firmenlenker will weiter in allen Bereichen auf die Kostenbremse treten, sei es in der Produktion, in der Logistik, oder bei den IT-Ausgaben. Wir bekräftigen daher unsere Kaufempfehlung für Carlsberg.
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