Hahn-Immobilien kooperiert mit dem Entwickler undH
Investor Unimo Group. Das beschert dem Small Cap einen Kurssprung.
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Lizenz zum Geldverdienen – diese
Frage stellen Börsianer sich bei der
Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG. Denn
die Ankündigung des Schweizer Investors
Unimo von Ende Januar, bei dem Spezialisten
für Einzelhandelsimmobilien einzusteigen,
löste eine Kursrally aus. Die Aktien
von Hahn gewannen mehr als 30
Prozent und notieren aktuell bei 2,75
Euro. Die Unimo-Gruppe beteiligt sich in
den kommenden Jahren mit mindestens
2,3 Millionen Aktien an Hahn. Erstaunlich:
Der Partner kauft die Anteile über
eine Barkapitalerhöhung für mindestens
5,50 Euro. Folglich zahlen die Schweizer
das Doppelte des jetzigen Kurses.
Damit erhält Hahn 12,5 Millionen Euro
zusätzliche Mittel für die Finanzierung
des weiteren Wachstums. Darüber hinaus
übernahm Michael Nave, Vorstandschef
und Großaktionär von Unimo, Anfang
Februar auch den Vorstandsvorsitz des
Konzerns aus Bergisch Gladbach. Hahn
agiert vorwiegend im Bereich Handelsimmobilien
für Verbrauchermärkte (
Metro,
Edeka, Rewe) sowie Baumärkte und emittiert
Fonds für private und institutionelle
Anleger, während Unimo Handelsobjekte
in innerstädtischen Eins-a-Lagen sowie
Shopping- und Fachmarktzentren erwirbt
oder entwickelt.
Beide Unternehmen ergänzen sich
also gut, sodass die Kooperation Früchte
tragen könnte. Zudem herrscht bei internationalen
Investoren großes Interesse an
Investitionen in Einzelhandelsimmobilien.
Das bestätigt Hahn-Vorstand Thomas
Kuhlmann: „Derzeit suchen Investoren
vor allem lang laufende Mietverträge
mit bonitätsstarken Mietern.“
Im abgelaufenen Geschäftsjahr
kämpfte Hahn allerdings noch mit der Finanzkrise.
Nach Vorstandsangaben fielen
die Erträge durch „die schwierige Lage auf
den Immobilieninvestmentmärkten geringer
als üblich“ aus. Kuhlmann: „Aufgrund
geringer Provisionserträge aus der
Fondsplatzierung und ähnlicher Belastungsfaktoren
rechnen wir auch für 2009
mit einem negativen Ergebnis.“ 2008 lag
der Verlust je Aktie bei 0,45 Euro.
Für 2010 äußert sich Kuhlmann positiv
– vor allem für das Kerngeschäft, die Auflage
von Fonds. Hahn will 200 Millionen
Euro bei privaten und institutionellen Anlegern
einsammeln. Der hohe Preisaufschlag
bei der Kapitalerhöhung und die
Chancen der Kooperation dürften sich in
den nächsten Monaten positiv auf die
Aktie auswirken. Es bleibt aber abzuwarten,
ob Hahn in dem umkämpften Einzelhandelsimmobiliensegment
nachhaltig
die nötigen Gewinnmargen erzielen kann.
Anleger sollten den Nebenwert weiter beobachten.
Beobachten
Risiko: Hoch
WKN: 600 670
Kurs: 2,75 €
Börsenwert: 33,0 Mio. €
Kursziel: 3,30 €
Stoppkurs: 1,90 €
KGV 2010e: 18,3
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