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Berkshire Hathaway Rezession und Sitcom

[07:31, 05.05.08]

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Die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway fängt für Stefan Martin schon in Chicago an. Der Betriebswirt wartet auf den verspäteten Flug nach Omaha. Benjamin Grahams „Intellegent Investor“ hat er auf den Platz neben sich gelegt. Das Lieblingsbuch von Warren Buffett hat innerhalb von Minuten dafür gesorgt, dass Martin angesprochen wird – von einem anderen deutschen Anleger, der ebenfalls nach Omaha pilgert. Wenig später mischt sich ein Investor aus Großbritannien ein.


Zwei Tage sind es noch bis zur Hauptversammlung von Berkshire Hathaway. Doch bereits während der Woche strömen die Investoren aus alle Welt in die kleine Stadt im mittleren Westen der USA – und um Freunde oder Geschäftspartner zu treffen. Die Stadt beginnt zu brummen, die Hotels sind hoffnungslos ausgebucht, Mietwagen oder Taxis Mangelware. Sie sind überall und wer Buffettianer ist, ist unschwer zu erkennen. Spätestens am Freitag sind sie überall, Menschen, die den runden blauen Shareholder-Ausweis mit einem Palmenbild darauf um den Hals hängen haben.

Denn der Ausweis garantiert Rabatt bei allen Läden, die zu Berkshire Hathaway gehören. Bei Edeljuwelier Borsheims strömen die Aktionäre das ganze Wochenende durch das Geschäft. Für jeden Geldbeutel gibt es etwas: Buffett-Souverniers wie ein Kalender mit seinen besten Sprüchen oder eine große Schale mit einer Karikatur von Warren Buffett und seinem Vize Charlie Munger, Berkshire-Hathaway T-Shirt und vieles mehr wurde speziell für das Wochenende entworfen. Der Verkaufrenner im vergangenen Jahr war die Berkshire-Monopoly-Spezialedition. Doch auch für ausgabenfreudigere Aktionäre ist etwas dabei. In einer Vitrine liegen die wirklich großen Schmuckstücke. Armbänder und Ketten aus weißen und gelben Diamanten kosten sechs- bis siebenstellige Dollarsummen.

„Diejenigen, die ein größeres Investment in Schmuck planen, schieben das natürlich ganz bewusst auf diese Wochenende“ meint ein Verkäufer, der sich über den guten Umsatz freut. „Nicht nur wegen dem Rabatt, sondern auch, weil sie es als Reinvestition in Berkshire betrachten.“ Gleich neben den wirklich großen Klunkern hat Stephen Webster seine Vitrine. Der angesagte Schmuckdesigner aus London verkauft seine Stücke zum dritten Mal während des Annual Meetings „Die Leute kommen aus der ganzen Welt, “ schwärmt er, „und kaufen wirklich viel“.


 

© 2008 boerse-online.de, © Illustration: dpa

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