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Boeing Der Dreamliner bleibt am Boden

[11:00, 12.12.08]


Erneut hat der US-Flugzeugbauer den geplanten Erstflug sowie die Auslieferung des neu entwickelten 787 Dreamliners nach hinten verschoben. Die finanziellen Folgen sind bislang nicht absehbar.


Boeing Co
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
beobachten
Risiko
mittel
WKN
850471
Aktueller Kurs
56,60 €
Kurs Erscheinungstag
29,81 €
Stopp
26,30 €
Veränd. z. Vortag
0,27 %

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Das Flugzeug geht nun frühestens im ersten Quartal 2010 an die Kunden statt wie geplant bereits im dritten Quartal 2009. Der Jungfernflug des Langstreckenflugzeugs ist für das zweite Quartal 2009 vorgesehen. Für die neuerliche Verzögerung machte  Boeing einen Streik verantwortlich, der die Fertigung in Seattle im September und im Oktober lahmgelegt hat. Allerdings liegt der Streik schon mehrere Wochen zurück, so dass der Zeitplan wohl auch aus anderen Gründen durcheinander geraten sein könnte.  Boeing kämpfte von Anfang mit Problemen in der Fertigung und bei den Zulieferern, weshalb zahlreiche Bauteile ausgetauscht und verändert werden mussten.

Der Konzern prüft noch, inwieweit die Verzögerungen das Ergebnis beeinflussen werden. Der Imageschaden ist enorm, sollten nach dem allerersten Zeitplan die Flugzeuge bereits im August 2007 übergeben werden. Inzwischen hat sich das Prestigeobjekt zum vierten Mal verschoben. Für den Dreamliner liegen mehr als 900 Bestellungen vor. Inwieweit die Kunden an ihren Ordern festhalten, ist unklar. Der Dreamliner verbraucht nach Konzernangaben rund ein Fünftel weniger Kerosin als andere Flugzeuge dieser Größenordnung und macht sich vor allem bei hohen Ölpreisen bezahlt.

An der Börse kam die neuerliche Verzögerung nicht gut an. Am Donnerstag gab der Kurs um rund drei Prozent nach, die Aktie notiert nur knapp über dem tiefsten Stand seit fast fünf Jahren. Angesichts der trüben Aussichten für die Flugbranche insgesamt dürfte sich daran so schnell nichts ändern. Viele Fluglinien werden kommendes Jahr angesichts rückläufiger Passagier- und Frachtzahlen rote Zahlen schreiben, auch wenn der Ölpreis deutlich gesunken ist. Eine Modernisierung ihrer Flotte wird daher nicht zu den Prioritäten der Airlines zählen. Die militärische Sparte, die für rund die Hälfte der Umsätze bei  Boeing steht, verleiht dem Geschäft aber auch in schwierigen Zeiten eine gewisse Stabilität.


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
Boeing Co US0970231058.F 56,60 + 0,27 %  Detailinformationen

 

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