Mit Hilfe intelligenter Mobiltelefone will die Unterhaltungselektronik-Industrie 2012 die Umsatzmarke von 1000 Mrd. Dollar knacken. Eine Hauptrolle spielen die Smartphones auch auf der Branchenmesse CES, die in Las Vegas beginnt.
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In den kommenden zwölf Monaten werden Smartphones beim weltweiten Umsatz mit Unterhaltungselektronik mit PC gleichziehen. Schon im vergangenen Jahr hat der Rechner für die Hosentasche nach Schätzungen des deutschen Marktforschers
GfK und des US-Branchenverbandes CEA das Notebook als größten Umsatzbringer überholt.
Insgesamt rechnen die Marktforscher damit, dass der Umsatz mit Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr erstmals über die Grenze von 1000 Mrd. Dollar klettert - vor allem dank des soliden Wachstums in den Schwellenländern, die Westeuropa, Nordamerika und andere in Sachen Umsatz beinahe eingeholt haben. 22 Prozent - 228 Mrd. Dollar - zum Rekordumsatz tragen Smartphones bei, gefolgt von Notebooks mit 15 Prozent. Zulegen werden auch Tablet-Rechner. Gemeinsam mit Smartphones treiben sie das Wachstum des Marktes für Unterhaltungselektronik an. Andere große Produktgruppen wie Fernseher und traditionelle Handys stagnieren oder erzielen rückläufige Umsätze.
Auf der Leitmesse CES in Las Vegas, die am Montag beginnt, werden zahlreiche neue Smartphone-Modelle zu sehen sein. "Ich erwarte, dass dieses Jahr mehr Mobiltelefone vorgestellt werden als jemals zuvor auf der CES", sagte Shawn Dubravac, Chefökonom der CEA, am Sonntag auf einer Pressekonferenz zu den wichtigsten Trends im Jahr 2012. Wichtig für die hochpreisigen Modelle ist der Zugang zu den schnelleren LTE-Datennetzen. Auch die Prozessoren in den "Superphones" getauften Spitzenmodellen legen noch einen Zahn zu. Anstelle zweier Rechenkerne sind nun vier verfügbar. Vorreiter ist
Nvidia mit dem aktuellen Tegra-Prozessor.
Im unteren Segment des Smartphone-Marktes herrscht ebenfalls Bewegung. In Schwellenländern ersetzen die Geräte zunehmend herkömmliche Handys. "Es gibt eine große Nachfrage nach Smartphones bei den jungen, vernetzten Leuten in diesen potentiell riesigen Märkten", sagt Pete Cunningham, Analyst beim Marktforscher Canalys, mit Blick auf Länder wie Brasilien, China, Indien oder Indonesien.
Besonders die Nachfrage nach günstigen Modellen für weniger als 200 Dollar legt nach Berechnungen von
GfK und CEA rasant zu. Hier verkaufen sich Geräte von heimischen Anbietern wie dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei gut, aber auch günstige Modelle von
Nokia und Blackberry-Hersteller
Research in Motion. Letztere haben in der Spitzen-Preisklasse rapide Marktanteile verloren.
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