Der Markt für Mietsoftware wächst stark. Wie Anleger von dem als „Cloud Computing“ bekannten Service profitieren können.

Manchmal braucht eine gute Idee etwas länger, um sich durchzusetzen. So verkauft die IT-Welt derzeit "Cloud-Computing" als neueste Revolution. Schon vor zehn Jahren gab es vergleichbare Angebote - damals noch unter dem Namen Application Service Providing (ASP) -, doch erst jetzt steht der Markt vor dem Durchbruch. Mit Aktien ausgewählter Anbieter können Anleger darauf setzen, dass das Thema auch an der Börse zum Trend wird.
Cloud-Computing ist die Weiterentwicklung des klassischen Webhosting. Durch einen Verbund von Computersystemen, der symbolisch mit einer Wolke (englisch "Cloud") dargestellt wird, kann Cloud-Computing große Kapazitäten und Rechenleistung bereitstellen. Der Kunde muss ein IT-System nicht mehr umständlich auf eigene Rechner spielen und konfigurieren lassen - die Programme laufen über das Internet und sind innerhalb kürzester Zeit einsetzbar. Bezahlt wird nur die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung. Netter Nebeneffekt: Kapital bindende Investitionen werden zu variablen Kosten, das entlastet die Bilanz der Unternehmen.
Der noch kleine Markt für die IT-Innovation wächst rasant. Die Analysten von Techconsult erwarten, dass die Ausgaben für Dienste aus der Wolke in Deutschland von 285 Millionen Euro im Jahr 2009 bis Ende 2011 auf 564 Millionen Euro steigen werden. Weltweit sind die Dimensionen weitaus gewaltiger: Die Marktforschungsgesellschaft IDC rechnet für 2013 mit einem globalen Volumen von 44,2 Milliarden Dollar (35,8 Milliarden Euro). Von diesem gigantischen Kuchen möchten sich viele Unternehmen ein Stück abschneiden.

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