Der Softwarekonzern
Microsoft
kommt auch ohne seinen einstigen Gewinnbringer Windows 7 aus. Die Nachfrage nach dem in die Jahre gekommenen Betriebssystem sank im zweiten Geschäftsquartal, das von Oktober bis Dezember dauerte. Doch dafür griffen die Firmenkunden stärker als im Vorjahreszeitraum zu Office- und Server-Software.
Das Unternehmen verdiente netto 6,624 Mrd. Dollar nach 6,634 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Pro Aktie legte das Ergebnis aber um einen Cent zu auf 78 Cent. Grund waren weniger ausstehende Aktien im jüngsten Quartal. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 20,9 Mrd. Dollar. Die Aktien des Konzerns gewannen im nachbörslichen Handel ein Prozent.
Der Erfolg des Softwarekonzerns hängt stark an Privatverbrauchern und der Entwicklung im Hardwaregeschäft, da der überwiegende Teil der PCs weltweit immer noch mit Windows verkauft wird. Microsoft-Managerin Tami Reller hatte vergangene Woche vorsorglich darauf hingewiesen, dass die PC-Verkäufe wegen der Flut in Thailand leicht gefallen seien.
Diese Schwäche konnte
Microsoft zuletzt mit einem starken Office-Geschäft ausgleichen. Ob das so bleibt, zieht Duncan Jones, Softwareanalyst bei Forrester Research, in Zweifel. Am meisten gespart werde in Krisen an solchen Standardanwendungen. "Das ist verlockend, weil damit IT-Budgets für andere Projekte freigesetzt werden."
Was
Microsoft allerdings am meisten schmerzt, ist der fehlende Erfolg von Tablets und Smartphones: "Es ist nach wie vor nicht absehbar, wie
Microsoft bei mobiler Software abschneiden wird. Die Technologie ist gut, aber das reicht nicht aus", sagt IDC-Analyst Rüdiger Spies. Umsätze mit dem neuen Betriebssystem Windows 8, das in der zweiten Jahreshälfte erscheinen soll, werden erst im dritten oder vierten Quartal spürbar.
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