Die Bandbreite der
Kodak-Produkte spiegelt die lange Geschichte des Fotopioniers wider. Während sich der Konzern von einigen Geschäftsfeldern - wie den digitalen Bildsensoren - bereits getrennt hat, sollen andere Produkte im Zuge der Aufspaltung in zwei Sparten - eine für das Verbraucher- und eine für das Profigeschäft - beibehalten werden.
Eines der Standbeine bislang das schrumpfende Geschäft mit traditionellen Fotoprodukten. Zu dieser Sparte gehören Filme und klassische Fotodruck. Mit dem Wandel zur digitalen Fotografie brach die einst tragende Säule fast komplett weg. Trotz jahrelanger Versuche kam der Konzern mit dem Wandel nicht zurecht.
Beim Neuanfang sollen zwei weitere Sparten eine Schlüsselrolle spielen: Der Geschäftszweig für digitale Druckdienstleistungen sowie für professionelle Anwender und der zweite mit Fokus auf Verbraucherprodukte. Beide Sparten sollen in den beiden neuen großen Unternehmensteilen aufgehen.
In der Verbrauchersparte werden neben kleineren Druckern die Digitalkameras, Filme für Amateurfotografen und das Portfolio aus mehr als 1100 Patenten weitergeführt. Die Profisparte soll professionelle Drucker, das Softwaregeschäft, die Produkte für professionelle Bildbearbeitung und die Filme für professionelle Zwecke beherbergen.
Kodak-Chef Antonio Perez verweist zwar darauf, dass 75 Prozent der Erlöse vom digitalen Geschäft herrühren - doch der Jahresumsatz betrug statt mehr als 15 Mrd. in den 1990er-Jahren zuletzt nur noch gut 7 Mrd. Dollar. Von einst fast 150.000 Mitarbeitern sind nur noch 17.000 übrig. Insbesondere die Kostenstruktur muss auf den Prüfstand. Angesichts seiner vielen Standorte und hohen Zahl an Mitarbeitern hat Kodak immense Fixkosten. Wie steht es um die Zukunft der Produkte?
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