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Großinvestition Buffett kauft sich mit 10,7 Mrd. Dollar bei IBM ein

[15:51, 14.11.11]


Wenn der legendäre Investor bei einem Konzern einsteigt, schaut die Börse genau hin. Warren Buffett kauft 5,4 Prozent vom IT-Urgestein - und ändert seine Strategie. Bisher ließ er die Finger von Technologie-Firmen.


IBM
Intraday3 Monate6 Monate1 Jahr3 Jahre
WKN
851399
Aktueller Kurs
153,88 €
Veränd. z. Vortag
-0,86 %

Ein Investment von Warren Buffett gilt als Ritterschlag in der Finanzwelt. Demzufolge darf sich das IT-Urgestein  IBM nun "Sir  IBM" nennen. Buffett enthüllte am Montag im US-Wirtschaftssender CNBC, dass er seit März  IBM-Aktien im Wert von 10,7 Mrd. Dollar gekauft habe. Seine Investmentholding  Berkshire Hathaway ist damit zu einem der größten Aktionäre von  IBM aufgestiegen mit einem Anteil von 5,4 Prozent.

Buffett sagte, dass nicht einmal  IBM bislang etwas von dem Engagement gewusst habe. Er lobte das Management, das selbst in der Wirtschaftskrise noch für ordentliche Gewinne gesorgt hatte. "Sie haben einen tollen Job gemacht."  IBM setzt seit geraumer Zeit auf die lukrativen IT-Services wie den Betrieb von Rechenzentren. Der mehr als 100 Jahre alte Computerpionier bietet auch Software und Beratung sowie leistungsstarke Firmenrechner an.

Buffett hatte Technologiefirmen bis dato eher gemieden. Er sagt, er investiere nur in Unternehmen, deren Geschäft er auch verstehe. Stattdessen griff Buffett etwa bei einer Frachteisenbahn zu, bei einem Schmiermittelhersteller oder Maschinenbauern. Seine Holding Berkshire Hathaway besitzt neben rund 80 eigenen Tochterfirmen auch Anteile an einer ganzen Reihe von Großkonzernen wie  Coca-Cola oder der  Munich Re, der früheren  Münchener Rück.

Der 81-Jährige hatte in den 1960er-Jahren die kleine Textilfirma Berkshire Hathaway übernommen und sie mit klugen Investitionen zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt ausgebaut. Dennoch ist sein Lebensstil bescheiden. Er ist deshalb für unzählige Anleger in aller Welt eine Kultfigur. Sein fast untrüglicher Sinn fürs Geldverdienen hat ihm den Spitznamen "Orakel von Omaha" eingebracht.

Nach Bekanntwerden des Buffett-Investments stieg die IBM-Aktie vorbörslich um ein Prozent. Der Konzern ist an der Börse insgesamt mehr als 220 Mrd. Dollar wert und zählt damit zusammen mit  Apple und  Microsoft zu den wertvollsten Technologieunternehmen der Welt.

Kein Interesse an europäischen Banken

Buffett kaufte nach eigenen Angaben seit März rund 64 Millionen IBM-Aktien. Damit habe er sein vorläufiges Ziel erreicht, sagte er. Er werde aber weiter zukaufen, wenn sich die IBM-Aktie wieder verbillige. Seit März hat der IBM-Kurs gegen den Trend in New York 17 Prozent zugelegt.

Europäische Banken hat die Investmentlegende nicht auf dem Zettel: Er habe derzeit kein Interesse an dieser Branche und verstehe nicht genug von den Geldinstituten auf dem Kontinent, um Geld darauf zu setzen, sagte Buffett. Der Milliardär wird immer als einer der ersten genannt, wenn es wegen einer strengeren Regulierung oder der Schuldenkrise um einen erhöhten Kapitalbedarf der europäischen Geldhäuser geht.


Kursinformationen + Charts

Unternehmen ISIN Aktuell Veränderung Details
IBM US4592001014 153,88 -0,86 %  Detailinformationen

 

© 2011 dpa

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