Der Kreditkartenanbieter Visa profitiert von der Kauflaune seiner Kunden. Trotz der vielerorts verbreiteten Konjunktursorgen zeigten sich die Visa-Inhaber im abgelaufenen Quartal kauffreudig und bezahlten wieder mehr mit ihren Plastikkarten. Der Gewinn kletterte im abgelaufenen Quartal um 16 Prozent auf 1 Mrd. Dollar, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Die Einnahmen stiegen um 14 Prozent auf 2,55 Mrd. Dollar.
Das gute Abschneiden verdankt der Rivale von
American Express und MasterCard zum Großteil der gestiegenen Zuversicht der US-Bürger. Das Verbrauchervertrauen in der weltgrößten Volkswirtschaft war zuletzt auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr geklettert.
Ein weiterer Grund war den Angaben zufolge die stärkere Konzentration auf die Geschäfte außerhalb der USA. Ziel von Visa ist es, den Anteil des internationalen Geschäfts weiter zu erhöhen. Im abgelaufenen Quartal lag der Anteil der Zahlungen im Ausland bereits bei 47 Prozent.
"Wir machen kontinuierlich Fortschritte, unser Ziel von 50 Prozent bis 2015 zu erreichen", sagte Visa-Chef Joe Saunders. Der Expansionskurs ins Ausland ist zum Teil den strengeren Vorschriften für das Kreditkartengeschäft in den USA geschuldet. "Wir stecken mitten in unserer Strategie, mit dem neuen Umfeld in den USA umzugehen und sind sehr zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen", sagte der Manager.
Visa ist dabei am ehesten mit Mastercard zu vergleichen. Die beiden Firmen verleihen das Geld nicht selbst an die Kunden, sondern übernehmen nur die Abwicklung der Zahlungen und kassieren dafür Gebühren. Hinter dem eigentlichen Kredit stehen die Partnerbanken.
American Express hingegen vergibt auch den eigentlichen Kredit.
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