Ein kräftiges Wachstum bei den Kabelsendern und des Filmstudios "20th Century Fox" haben den Gewinn von Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp angetrieben. Netto verdiente das Unternehmen im abgelaufenen Quartal nach Angaben vom Mittwoch 1,06 Mrd. Dollar oder 42 Cent je Aktie nach 642 Mrd. Dollar oder 24 Cent vor einem Jahr. Der Umsatz kletterte um zwei Prozent auf 8,98 Mrd. Dollar.
Allerdings litt das Verlagsgeschäft: Wegen schwächerer Werbeeinnahmen bei australischen Zeitungen und der Abwicklung des in einem Abhörskandal untergegangenen Boulevard-Blattes "News of the World" fiel der Sparten-Gewinn um mehr als 40 Prozent auf 218 Mio. Dollar. Alleine im zweiten Geschäftsquartal musste News Corp. eine Belastung von 87 Mio. Dollar aus den Spätfolgen des Skandals um die britische Zeitung hinnehmen.
Das Unternehmen hatte sich mit Opfern auf Entschädigungszahlungen geeinigt. Mitarbeiter der "News of the World" sollen in zahlreichen Fällen Telefone von Prominenten oder Verbrechensopfern abgehört haben. Nachdem im vergangenen Frühjahr immer mehr Details bekanntgeworden waren, stellte Murdoch das traditionsreiche Sonntagsblatt ein.
Bei den Kabelsendern zog der Betriebsgewinn dagegen um 20 Prozent auf 882 Mio. Dollar an. Zudem sanken die Kosten - im Vorjahreszeitraum hatte unter anderem das glücklose soziale Netzwerk MySpace die Bilanz belastet. "Ich bin besonders zufrieden mit dem Erfolg unserer Geschäftsstrategie, wenn ich mir das unsichere wirtschaftliche Umfeld anschaue", sagte Murdoch. Nachbörslich stieg die Aktie leicht.
Auch die Rivalen
Walt Disney und Time Warner hatten von Oktober bis Dezember zulegen können. Sie hatten ihre Zahlen bereits am Dienstag und am frühen Mittwoch vorgelegt.
Das Flaggschiff der News Corp. ist der Nachrichtenkanal Fox News. Im Kinogeschäft ist der Konzern mit dem Studio "20th Century Fox" vertreten. Zu den Printtiteln gehören die britische "Sun" und "Times" sowie das renommierte US-Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal". Die News Corp. ist auch am Bezahlsender Sky Deutschland beteiligt, was sich bislang allerdings als Zuschussgeschäft erwies.
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