Im Schlussquartal 2011 rutscht die US-Investmentbank in die roten Zahlen. Das Minus fällt allerdings geringer aus als erwartet. Der Aktienkurs zieht kräftig an.
Morgan Stanley
Mehr zum Thema
Morgan Stanley ist im Schlussquartal 2011 in die roten Zahlen gerutscht: Die US-Investmentbank meldete am Donnerstag einen Verlust von 227 Mio. Dollar. Bankchef James Gorman hatte die Märkte nach einem milliardenschweren Vergleich mit dem Anleiheversicherer MBIA bereits darauf vorbereitet. Der Verlust fiel mit 0,14 Cent je Aktie allerdings geringer aus als befürchtet, Analysten hatten mit einem Minus von 57 Cent je Anteilsschein gerechnet. Insgesamt verdiente die Bank im vergangenen Jahr 4,2 Mrd. Dollar, 300 Mio. Dollar weniegr als 2010. Der Aktienkurs stieg vorbörslich um gut fünf Prozent.
Investmentbanken wie Morgan Stanley hatten es in der zweiten Jahreshälfte schwer: Wegen der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten hielten sich viele Kunden ihr Geld zusammen, anstatt es den Finanzjongleuren für riskante Investments anzuvertrauen. Erst am Mittwoch hatte
Goldman Sachs einen Gewinneinbruch um 58 Prozent gemeldet.
Der Quartalsverlust bei Morgan Stanley geht in erster Linie auf den Vergleich mit MBIA zurück, der mit einem Minus von 1,7 Mrd. Dollar zu Buche schlug. Doch auch das operative Geschäft lief schlechter als im Vorjahreszeitraum.
Gemildert wurden die Verluste nur durch die Neubewertung von Anleihen in den Büchern der Bank, darunter auch der eigenen: Weil sich die Kreditwürdigkeit von Morgan Stanley verschlechterte, sank der Marktwert der Schuldtitel. Bei einem Rückkauf der Papiere zum gegenwärtigen Zeitpunkt würden die Verbindlichkeiten sinken – das verbesserte das Ergebns um 239 Mio. Euro. Dennoch verbuchte die Sparte Institutional Securities, in der das Wertpapiergeschäft der Bank gebündelt ist, einen Vorsteuerverlust von 779 Mio. Dollar.
Die für reiche Privatkunden zuständige Sparte Global Wealth Management Group verdiente vor Steuern 244 Mio. Dollar, gut 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Vorsteuerergebnis der allgemeinen Vermögensverwaltung (Asset Management) schrumpfte sogar um 78 Prozent auf 78 Mio. Dollar zusammen.
Empfehlen