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Ranking Schwellenländer stürmen Konzern-Olymp

[11:28, 25.01.12]

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Firmen aus China und Brasilien stärken ihre Position unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt – westliche Rivalen verlieren an Gewicht.


Feuerwerk über der Akropolis

 Feuerwerk über der Akropolis

Der Aufstieg der Schwellenländer schlägt sich inzwischen auch in der Liste der wertvollsten Unternehmen der Welt nieder. Unter den 100 Konzernen mit der weltweit größten Marktkapitalisierung finden sich inzwischen zehn Konzerne aus China. Vertreten sind mehrere Branchen: zwei Telekommunikationsunternehmen, vier Banken, drei Öl- und Gasversorger, eine Versicherung und ein Bergbauunternehmen. Vor fünf Jahren war erst ein chinesischer Konzern unter den Top-100-Firmen vertreten.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Berliner Unternehmensberatung Progenium. Die Berater haben zum Stichtag 30. September 2011 den Börsenwert von Unternehmen aus aller Welt berechnet und die 100 wertvollsten Firmen ermittelt. Die Rangliste verglichen sie mit der gleichen Auswertung für das Jahr 2006.

Nicht nur Firmen aus China gehören im aktuellen Ranking zu den Neuzugängen, sondern auch Konzerne aus anderen Schwellenländern. Brasilien stellt vier der 100 Spitzenkonzerne, drei mehr als noch vor fünf Jahren. Indien, Taiwan und Mexiko sind erstmals jeweils mit einem Unternehmen vertreten. „Die Länderbetrachtung zeigt sehr deutlich die Verschiebung zwischen den Weltregionen“, sagt Progenium-Geschäftsführer Kilian Frühauf. „China und andere Schwellenländer sind die großen Gewinner.“ Es sei erstaunlich, mit welch hoher Geschwindigkeit Firmen aus den Wachstumsregionen aufsteigen.

Für Anleger sind die Ergebnisse der Untersuchung ein weiterer Beleg dafür, wie schnell sich die Gewichte in der Weltwirtschaft in Richtung der Schwellenländer verschieben. Das starke Wachstum von Unternehmen in Ländern wie China und Brasilien kann auch für Investoren aus Industriestaaten ein Anreiz sein, einen zunehmenden Teil ihres Vermögens in den aufstrebenden Volkswirtschaften anzulegen. Interessant ist zudem die folgende Erkenntnis: Wer in Schwellenländern investiert, hat es nicht länger zwangsläufig mit Aktien kleiner und mittlerer Unternehmen zu tun. China und Brasilien entwickeln sich zu Märkten, auf denen man auch in Standardwerte großer Konzerne investieren kann.

Nächster Abschnitt: Teil 2: US-Konzerne dominieren

In diesem Artikel
  1. Schwellenländer stürmen Konzern-Olymp
  2. Teil 2: US-Konzerne dominieren

 

© 2012 ftd, © Illustration: Getty Images = Getty Images

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