Thailand-Flut, negative Währungseffekte und steigende Materialkosten: Das vergangene Quartal lief nicht gut für den US-Autobauer. Besonders die Schuldenkrise in Europa bremste das Geschäft. Die Aussichten sind trübe.
Ford Motor
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Ford will Europa-Marktanteil von 8,3 Prozent halten
Als Grund für den höheren Quartalsverlust im Europageschäft nannte
Ford gestiegene Materialkosten, wovon die Hälfte auf höhere Rohstoffpreise entfällt. Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes hatte im Reuters-Interview zu Jahresfang auf der Autoshow in Detroit einen Abbau der Kapazitäten in Europa gefordert. Denn die Folge der Nachfrageschwäche in Südeuropa ist, dass sich der Preiskampf verschärft. Das wiederum geht auf Kosten der Gewinne. Mattes betonte aber, Fords Werke in Europa seien ausgelastet und
Ford selbst wolle keine Kapazitäten abbauen. Der Appell richtete sich damit an die Rivalen. Durch Preisnachlässe versuchen Hersteller mit sinkender Auslastung oft, Marktanteile zu verteidigen. Am Freitag erklärte
Ford, seinen Anteil in Europa von 8,3 Prozent 2012 konstant halten zu wollen.
In Europa ging Fords Absatz im vierten Quartal um 6000 auf 391.000 Fahrzeuge zurück. Der Umsatz stieg hingegen um 200 Mio. auf 8,3 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr 2011 wies
Ford für Europa einen operativen Verlust von 27 Mio. Dollar aus. 2010 gab es noch 182 Mio. Dollar Gewinn.
Im Gesamtkonzern verdiente
Ford im vierten Quartal pro Aktie mit 20 Cent fünf Cent weniger als erwartet. Der Nettogewinn stieg zwar fulminant von 190 Mio. auf 13,6 Mrd. Dollar. Darin waren wegen einer Änderung in der Rechnungslegung Einmal-Posten von 12,4 Mrd. Dollar enthalten. Der Umsatz stieg um rund sechs Prozent auf 34,6 Mrd. Dollar. Der Absatz kletterte um 38.000 Fahrzeuge auf 1,427 Millionen.
USA bleiben wichtigster Markt
Wichtigster Markt für
Ford sind weiter die USA. Der Absatz in Nordamerika wuchs um fast 13 Prozent auf 693.000 Autos, der Umsatz um 2,4 Mrd. auf 19,6 Mrd. Dollar. Vor Steuern stieg der Gewinn um fast ein Drittel auf 889 Mio. Dollar.
Indes setzte
Ford auch in Südamerika und der Region Asien-Pazifik weniger Autos ab und rutschte vor Steuern in Asien-Pazifik ebenfalls in die roten Zahlen.
Für das Gesamtjahr 2011 wies
Ford einen Gewinnanstieg vor Steuern von knapp sechs Prozent auf 8,8 Mrd. Dollar aus. Der Umsatz stieg von knapp 121 auf gut 136 Mrd. Dollar, der Fahrzeug-Absatz um 382.000 auf 5,7 Millionen.
Für das erste Quartal 2012 sagte
Ford einen Rückgang der Produktion von 51.000 auf 1,4 Millionen Autos voraus. Die Material-Kosten würden indes weiter ansteigen, wenn auch nicht dramatisch.
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