Der taiwanische Smartphonehersteller hat keinen guten Start ins Jahr erwischt. Der Erlös soll im Vergleich zum Vorquartal um mehr als ein Drittel sinken, heißt es. Schuld ist vor allem der scharfe Wettbewerb.
Der taiwanische Smartphonehersteller
HTC enttäuscht mit einer Umsatzwarnung für das erste Quartal. Der Erlös werde in den ersten drei Monaten um 36 Prozent auf 65 bis 70 Mrd. Taiwan-Dollar (2,2 bis 2,37 Mrd. Dollar) fallen, teilte HTC am Montag mit. Analysten rechneten mit einem Umsatz von 89,64 Mrd. Taiwan-Dollar. Im vergangenen Quartal setzte der fünftgrößte Handyhersteller noch 101,42 Mrd. Taiwan-Dollar um.
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Die Ankündigung kam nach Börsenschluss. Beobachter erwarten für Dienstag ein weiteres Abrutschen, nachdem der Kurs am Montag um 5,2 Prozent nachgab. In diesem Jahr hat der Wert elf Prozent dazugewinnen können nach einem Kursverfall von 42 Prozent im vergangenen Jahr.
Der Konkurrenzkampf im Smartphonemarkt wird immer schärfer. Dominant ist neben
Apple mit seinem iPhone vor allem
Samsung, die auf das Android-Betriebssystem von
Google setzen. Beide liefern sich einen Kampf um die Spitze im Smartphonemarkt. Auch HTC vertraut auf die Software, die Google kostenfrei an Handyhersteller abgibt. HTC war der erste Konzern, der 2008 ein Android-Handy, das T-Mobile G1, auf den Markt brachte. Daneben hat HTC auch Geräte mit Microsofts Betriebssystem Windows Phone im Programm.
"Es wird ein Übergangsquartal, weil die alten Modelle sich inzwischen schlecht verkaufen und neue Produkte erwartet werden", sagte Aaron Jeng von Nomura Holdings zu Bloomberg. "Wir müssen auf das nächste Quartal warten um zu sehen, wie die neuen Modelle angenommen werden." Schon im November musste HTC eine Umsatzwarnung für das lukrative Weihnachtsquartal ausgeben. Damals hieß es, der Erlös werde nur auf Vorjahresniveau liegen - angepeilt war ein Wachstum von 20 bis 30 Prozent.
Es wird erwartet, dass HTC auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona vier neue Modelle vorstellen wird, darunter ein extrem schmales Gerät und ein High-End Smartphone mit Vierkernprozessor.
Die Herausforderung für HTC bestehe darin, mit seinen Geräten aus dem immer schärferen Wettbewerb herauszustechen, sagte ein Analyst der Nachrichtenagentur Reuters. Die IDC-Analystin Melissa Chau sagte, der Negativtrend könnte gestoppt werden. "Doch das Problem bleibt: Wie können sie sich absetzen?"
Zwar lässt Google Modifikationen bei der Software zu, so dass die Geräte der vielen Hersteller unterschiedliche Benutzeroberflächen haben, aber bei der Hardware gleichen sich die Topmodelle immer mehr an. Auch technisch gibt es kaum noch Möglichkeiten, sich vom Wettbewerb zu unterscheiden. Außer bei Material und Größe sind keine starken Differenzierungen möglich.
(mit Agenturen)
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