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Subventionen China kappt Förderung für Autobauer

[08:51, 30.12.11]

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In China flaut die Konjunktur ab, der Autoabsatz ist auf einen Bruchteil zusammengeschnurrt. Peking will ausländische Fahrzeughersteller deshalb nicht mehr fördern - bei Anlegern sorgt das für Nervosität.


China will ausländische Investitionen in die Autoproduktion nicht länger fördern. Ziel sei es, eine "gesunde Entwicklung" des Markts zu ermöglichen, teilte die Regierung am Donnerstag in Peking mit. Der Autoabsatz im Reich der Mitte stieg jahrelang im hohen, zweistelligen Bereich - nun ist die Wachstumsrate auf ein Zehntel zusammengeschnurrt. Künftig sollen etwa niedrigere Zölle für Produktionsmaschinen wegfallen. Die Verordnung tritt am 30. Januar 2012 in Kraft.

Investoren reagieren extrem empfindlich auf alles, was ein Abflachen der Konjunktur zur Folge haben könnte oder die Geschäfte mit China beeinträchtigt. Als Peking vor einem Jahr mitteilte, man werde die Neuzulassungen von Pkw begrenzen, sorgte das auch bei den Anlegern von  BMW, Mercedes und  Volkswagen für Nervosität. China gehört zu den wichtigsten Wachstumsmärkten weltweit und muss die ausbleibende Nachfrage in vielen Teilen Europas kompensieren.

Autoproduktion bei BMW

 Autoproduktion bei BMW

Ausländische Investitionen in spritsparende Fahrzeuge würden weiterhin unterstützt, so das chinesische Handelsministerium. Dahinter steckt wirtschaftliches Kalkül: Die Regierung übt Druck auf westliche Hersteller aus, mit ihren chinesischen Joint-Venture-Partnern neue Elektro-Marken zu gründen. Einem Erlass zufolge muss eine der drei Schlüsselkomponenten eines strombetriebenen Fahrzeugs im Gemeinschaftsunternehmen entwickelt werden - Batterie, Motor oder Leistungselektronik. Dies gilt nicht nur für die Autobauer, sondern auch für die Zulieferer. Ansonsten drohen ihnen Aufträge wegzubrechen. China erhofft sich dadurch Zugriff auf Zukunftstechnologien.

"Für Autobauer könnte es künftig schwieriger werden, die Genehmigung für ein neues Werk zu erhalten, wenn sie nicht in umweltfreundliche Fahrzeuge investieren", sagte Jenny Gu, Analystin bei LMC Automotive in Schanghai. Derzeit planen alle großen deutschen Hersteller, ihre Kapazitäten in China auszubauen.

Dass China durchaus Ernst macht, zeigt der jüngste Erlass des Handelsministeriums. China werde Strafzölle auf Autos aus den USA erheben, kündigte Peking vor zwei Wochen an. Diese können bei über 20 Prozent liegen. Begründet wird der Schritt offiziell damit, dass Washington die Autobauer im eigenen Land unzulässig subventionieren würde.


 

© 2011 ftd.de, © Illustration: Bloomberg

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