Beim Zock des Jahrs bleibt es weiterhin spannend. Zwar gibt es keine wesentlichen Neuigkeiten – dafür reichlich Gerüchte. Und diese scheinen nicht gerade nach dem Gusto der Bullen zu sein.
Am vergangenen Dienstag schoss die Notierung unter extrem hohen Umsätzen von 83 Millionen Papieren an der Frankfurter Börse auf bis zu 0,569 Euro. Doch lange konnten sich die Papiere auf dem höchsten Stand sei September 2008 nicht halten. Der Grund: Angeblich werden beim Konkurverfahren nur Anleihebesitzer berücksichtigt, während die Zockergemeinde mit ihren Aktien angeblich leer ausgeht. Es waren zwar nur Gerüchte, die von keiner Seite bestätigt oder dementiert wurden, aber ihre Wirkung verfehlten sie dennoch nicht. Im Tagesverlauf stürzte die Aktie bis auf 0,241 Euro. Anleger, die Pech hatten und zum Tageshoch einstiegen, saßen binnen weniger Stunden auf saftigen Verlusten von rund 60 Prozent. Einen volatileren Zockerschein wird es wohl so schnell an der Börse nicht mehr geben.
Skepsis nimmt zu
Am Mittwoch und Donnerstag setzte sich die Abwärtstendenz fort. Anscheinend sichern einige Zocker ihre Gewinne, nachdem es nun wohl doch nicht wie erhofft vor der heutigen Anhörung vor dem US-Konkursgericht zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen Washington Mutual und
JPMorgan kommen wird. Zum Höhepunkt des Hypes wurde in den einschlägigen Foren bereits über eine Ausgleichszahlung von vier bis zu acht Dollar pro Washington Mutual-Aktie spekuliert. Doch diese Hoffnungen scheinen sich nun nicht zu erfüllen. Kein Wunder, dass die Aktie daher auch heute wieder deutlich im Minus eröffnet. Bis 17 Uhr deutscher Zeit haben die beteiligten Parteien noch Zeit, eine Einigung zu erzielen. Scheitern die angeblich intensiven Gespräche, dürften erneut die Worte von Konkursrichterin Mary Walrath den Kurs maßgeblich beeinflussen.
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