Im ersten Quartal hat die HypoVereinsbank einen Gewinn von 336 Millionen Euro erzielt - das sind rund zehn Prozent mehr als von Analysten erwartet. Besonders erfreulich: Im Gegensatz zur
Commerzbank, die nur dank hoher Beteiligungsverkäufe einen Ergebniszuwachs verbuchte, hat der Rivale aus München auch operativ überzeugt: Sowohl Zins- als auch Provisionsüberschuss legten zu.
Den größten Sprung machte überraschenderweise aber das Handelsergebnis mit einem Plus von mehr als 20 Prozent. Dieses Geschäft spielt beim Münchener Geldhaus im Vergleich zu anderen europäischen Großbanken eine eher untergeordnete Rolle. Im ersten Quartal aber scheinen die Eigenhändler der HVB die richtige Nase gehabt zu haben, denn anders ist der starke Anstieg aus Zins- und Währungsspekulationen nicht zu erklären.
Die guten Quartalszahlen stimmen zuversichtlich für das Gesamtjahr. Bei den Zielen Eigenkapitalrendite und Kreditrisikovorsorge ist die DAX-Gesellschaft dem Plan voraus. Damit könnte 2005 das erste Jahr seit 2001 werden, in dem die HypoVereinsbank wieder zufriedenstellende Ergebnisse abliefert. In den drei Jahren zuvor, häufte das Institut Verluste von sage und schreibe mehr als fünf Milliarden Euro an.
Auf Basis der neuen Daten stuft BÖRSE ONLINE die Aktie der HVB von Verkaufen auf Halten hoch.
Empfehlung: HALTEN
Kurs am 4. Mai: 18,70 Euro
Stoppkurs: 15,80 Euro
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