Anhaltendes Wachstum, steigende Marktanteile, höhere Margen und Dividenden - das sind die Dinge, die das Basler Unternehmen für 2012 in Aussicht stellt. Das vergangene Geschäftsjahr lief erwartungsgemäß gut.
Der Agrarchemikonzern Syngenta verdiente 2011 mit dem Verkauf von Pflanzenschutzmitteln, Dünger und Saatgut knapp 1,6 Mrd. Dollar, 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz des
BASF -Konkurrenten kletterte um ebenfalls 14 Prozent auf 13,27 Mrd. Dollar. Beides lag im Rahmen der Erwartung der Analysten, die im Schnitt mit einem Gewinn von 1,57 Mrd. und einem Umsatz von 13,31 Mrd. Dollar gerechnet hatten. "Bei den gegenwärtigen Preisen für Agrargüter haben die Landwirte nach wie vor Grund, in ihre Pflanzen zu investieren", sagte Syngenta-Konzernchef Mike Mack am Mittwoch zu Reuters. Dennoch notierte die Aktie mit 0,4 Prozent im Minus.
Die Zunkuft sieht Syngenta weiter rosig: Mit einem baldigen Abflauen des Agrarbooms rechnet der Konzern nicht. Man sehe bislang keine Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise, sagte Finanzchef John Ramsay. Für 2012 geht der Konzern daher von einem anhaltenden Wachstum, weiter steigenden Marktanteilen und einer erneut höheren operativen Marge aus. Höhere Rohstoffpreise und Währungsverluste will Syngenta mittels Preiserhöhungen an die Kunden aus der Landwirtschaft weiterreichen. Um die Anleger am Erfolg zu beteiligen, stellt Syngenta eine Anhebung der Dividende auf 8,00 Franken nach 7,00 Franken im Vorjahr in Aussicht. Zudem plant der Konzern im laufenden Jahr Aktienrückkäufe in Höhe von 200 Mio. Dollar.
Besonders starkes Wachstum verzeichnete Syngenta im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Schwellenländern. Laut Konzernchef Mack erzielt Syngenta mittlerweile knapp die Hälfte seiner Umsätze auf der südlichen Halbkugel, allen voran in den wichtigen Wachstumsmärkten Brasilien und Argentinien. Hier dürfte auch der Fokus zukünftiger Zukäufe liegen, sagte er. Insgesamt könnte der Basler Konzern in Zukäufe eine dreistellige Millionen-Summe investieren, sagte Finanzchef Ramsay. Auch mit Blick auf die kommende Anbausaison in Europa äußerte sich Mack trotz der derzeitigen Kältewelle zuversichtlich.
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