Bei ehemaligen IDS-Mitarbeitern stößt das auf Skepsis. Viele der SAP-Berater wünschten sich mehr Ferne vom Produktgeschäft der
Software AG, sagte ein Arbeitnehmervertreter. Bei den betroffenen deutschen Beratern komme die Ausgliederung deshalb gut an. Sie hofften, weniger vom Tagesgeschäft des Gesamtkonzerns getrieben zu sein. Außerdem könnten sie unter der alten Marke agieren. Die neue Tochter mit etwa 1000 Mitarbeitern heißt
IDS Scheer Consulting.

Die Beratungssparte umfasst neben dem deutschen Geschäft auch ausländische Töchter. Zum Konzernumsatz trug der Bereich 2010 rund ein Fünftel bei, vor allem wegen der Auslandstöchter stand unterm Strich aber ein Verlust. Das soll sich dieses Jahr ändern. Tobias Ortwein, Analyst bei Pierre Audoin Consultants, sieht dafür gute Chancen: Der Markt für SAP-Dienste sei im Augenblick sehr robust. Allerdings täte mehr Nähe zum Hauptgeschäft gut, um höhere Synergien zu heben, so Ortwein.
Die geplanten Synergien aus der Übernahme hatte die
Software AG 2010 übertroffen. Konzernweit ist die Integration aber noch nicht abgeschlossen: Die Betriebsräte haben erst kürzlich eine Integrationsvereinbarung ausgehandelt. Die Wogen hätten sich inzwischen geglättet, heißt es auf Arbeitnehmerseite. Anfangs sei die Fluktuation vor allem bei den Beratern hoch gewesen. Seit der Übernahme ist die Zahl der Stellen um rund 440 auf 5644 gesunken. Rund 150 Stellen sind aktuell nicht besetzt.
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