Der französische Reifenhersteller
Michelin hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn deutlich gesteigert.
Unterm Strich standen im Gesamtjahr mit 1,46 Mrd. Euro gut 39
Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Freitag
mitteilte. Die Erlöse legten um knapp 16 Prozent auf 20,7 Mrd.
Euro zu.
Dank der hohen Autonachfrage und gestiegener Lastwagenverkäufe
lief besonders das sogenannte Erstausrüstungsgeschäft gut, bei dem
die Fahrzeuge auf Michelin-Reifen aus den Produktionshallen rollen.
Hinzukam ein höherer Absatz von Winterreifen. Gestiegene
Rohstoffkosten konnte der Continental-Konkurrent durch
Preiserhöhungen ausgleichen. Die Anteilseigner sollen für das
vergangene Jahr eine Dividende von 2,10 Euro je Aktie erhalten.
Für das laufende Jahr erwartet das in Clermont-Ferrant ansässige
Unternehmen stabile Erlöse. Zwar seien die Aussichten in den
Schwellenländern vielversprechend, in Europa sehe die Situation aber
weniger rosig aus, hieß es. Die Präsenz in den Schwellenländern soll
unter anderem durch neue Werke in Brasilien und
China gestärkt werden.
Der geplante Wechsel an der Spitze des Unternehmens soll in diesem
Frühjahr wirksam werden. Auf der Hauptversammlung am 11. Mai will der
bisherige Konzernchef Michel Rollier seine Ämter niederlegen und an
seinen Nachfolger Jean-Dominique Senard übergeben. Mit Senard leitet
dann erstmals ein Manager das Traditionsunternehmen, der nicht aus
der Gründerfamilie entstammt.
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