Zwar kann das britische Geldhaus den Ertragseinbruch im Investmentbanking durch Zuwächse im Privatkundengeschäft ausgleichen. Der Ausblick auf die nächsten Monate fällt aber düster aus. Der Aktienkurs dreht nach geringen Aufschlägen ins Minus.
Die britische
Barclays-Bank hat trotz eines Ertragseinbruchs im Investmentbanking im dritten Quartal ihren Gewinn gesteigert. Das zweitgrößte Geldhaus Großbritanniens verdiente vor Steuern 2,4 Mrd.
Pfund (2,7 Mrd. Euro). Bereinigt um Sondereffekte wie die Neubewertung eigener Schulden lag das Ergebnis bei 1,3 Mrd. Pfund, fünf Prozent höher als im Vorjahr. Zum Nettogewinn im dritten Quartal machte die Bank keine Angaben. Für die ersten neun Monaten dieses Jahres beläuft er sich auf 3,3 Mrd. Pfund. Der Aktienkurs legte nach Veröffentlichung der Ergebnisse leicht zu, drehte im Laufe des Vormittags aber ins Minus.
Konzernchef Bob Diamond äußerte sich in einer Analystenkonferenz mit Blick auf die kommenden Monate pessimistisch: "Es besteht kein Zweifel, dass das Marktumfeld dieses Jahr schwierig war, und wir rechnen damit, dass das auch bis ins nächste Jahr hinein so bleibt", sagte er. Zur Begründung verwies Diamond auf die Abschwächung des Wirtschaftswachstums.
Der Bankchef bestärkte damit die an den Märkten aufkeimenden Zweifel, ob der EU-Gipfel in der vergangenen Woche die Probleme der Finanzwirtschaft nachhaltig lösen wird: Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks notierte am Montagvormittag drei Prozent im Minus.
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