Der Ausstieg sei als "Cash-Deal" abgewickelt worden, sagte am Mittwoch ein EADS-Sprecher auf Anfrage. Im Zuge der Einigung wurden auch "alle offenen Verfahren zurückgezogen und Vereinbarungen über Streitigkeiten geregelt". Es seien auch keine Garantiedividenden mehr zu bezahlen. Über Details, wie etwa die Höhe der Schlusszahlung, wurde Stillschweigen vereinbart.
Für
EADS ist nun der Weg für eine Bereinigung komplexer rechtlicher Strukturen in Deutschland frei. Seit 2004 sind die Dornier-Aktivitäten zwar komplett in den EADS-Konzern integriert, dahinter stand aber ein Netzwerk von EADS- und Daimler-Zwischenholdings. Zudem gab es diverse Streitigkeiten mit der Dornier-Familie über Eingriffsrechte. Zwar hatten die Erben zuletzt nur Minianteile. Bei der Dornier GmbH muss bei wichtigen Entscheidungen aber 100 Prozent Zustimmung vorliegen.
Die für die Dornier-Familie vorteilhaften Verträge hatte die Wirtschaftsjuristin und Dornier-Testamentsvollstreckerin Martine Dornier-Tiefenthaler 1985 beim Einstieg von
Daimler und 1988 bei Nachverhandlungen mit Ex-Daimler-Chef Edzard Reuter vereinbart. Neben umgerechnet rund 500 Mio. Euro für den Dornier-Clan gab es einen Bestandsschutz für die Dornier GmbH und eine Garantiedividende zwischen 8,7 und 15 Prozent je nach Art des Anteils. Die Garantiedividende steigt mit der Inflationsrate.
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