Raus mit den alten Maschinen. Gerade haben Airbus und
Boeing den größten Auftrag in der Geschichte der Luftfahrt eingeheimst, da klopft schon wieder ein neuer Kunde an der Tür. Es geht um Langstreckenflieger.
Die Airline sei sowohl an Boeings 787 Dreamliner interessiert als auch am A350 von Airbus, meldet die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune". Der Verwaltungsrat des Luftfahrtkonzerns werde am 27. Juli bei einem Treffen die Bestellung besprechen, heißt es in dem Bericht, zu dem keines der betroffenen Unternehmen Stellung nahm.
Sowohl der A350 als auch der Dreamliner werden leichter sein als heutige vergleichbare Flieger und sollen den Airlines helfen, weniger Treibstoff zu verbrauchen. Beide Maschinen bestehen in Teilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Bisher ist aber noch keiner der beiden Karbonflieger im Dienst.
Boeing hat hier einen Vorsprung. Denn der Dreamliner soll - nach jahrelangen Verzögerungen wegen technischer Probleme - im Herbst an den Erstkunden, All Nippon Airways, ausgeliefert werden. Nach bisher bekannten Zeitplänen dürften aktuell Testflüge mit dem Kunden stattfinden. Airbus hatte sich erst relativ spät entschlossen, ein völlig neues Konkurrenzmodell zu entwickeln. Der A350 soll in zwei Jahren auf den Markt kommen.
Air France-KLM wolle den Auftrag zwischen Airbus und
Boeing aufteilen, ist in dem Zeitungsbericht zu lesen. Die Order werde aus festen Bestellungen sowie Optionen auf weitere Maschinen bestehen. Eine Bekanntgabe werde im September erfolgen. Gemessen an Listenpreisen habe die Order ein Volumen von etwa 25 Mrd. Dollar, Preisnachlässe sind in der Branche aber üblich.
Die französisch-niederländische Fluglinie würde mit der Order einem Trend folgen. Jüngst machten mehrere Fluglinien mit Großbestellungen Schlagzeilen. Vor allem Asiaten kaufen fleißig neues Fluggerät ein. Der Luftverkehrsmarkt boomt dort stärker als in Europa.

Die größte Bestellung in der Geschichte der Luftfahrt gab in dieser Woche aber ein amerikanisches Unternehmen auf. AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, kauft in den nächsten Jahren 460 Flugzeuge im Gesamtwert von etwa 40 Mrd. Dollar. Mehr als die Hälfte sollen von Airbus kommen.
Zudem sicherten sich die Amerikaner Optionen für weitere Maschinen. Bei dem Auftrag geht es um Kurzstreckenflieger vom Typ A320 und
Boeing 737. Beide Hersteller wollen einen Teil der Maschinen in einer erneuerten Version anbieten - mit spritsparenden Triebwerken.
Aktuell hat Air France-KLM in der Hauptflotte mehr als 250 Maschinen im Einsatz, darunter sechs Airbus-Großraumflieger A380. Das Unternehmen, das traditionell sowohl bei
Boeing als auch bei Airbus bestellt, war die erste europäische Fluglinie, die das größte Passagierflugzeug der Welt orderte. Insgesamt sollen es zwölf A380 werden.
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