Nachdem sich gestern die Experten der
UBS positiv zum Chiphersteller geäußert hatten, stützt heute Konkurrent Texas Instruments. Spannung verspricht der Freitag, nicht nur wegen den Quartalszahlen.
Die Liste der Gewinner unter den 30 DAX-Titeln ist am Vormittag recht übersichtlich. Neben
Siemens glänzen nur die Papiere von
Infineon mit deutlichen Aufschlägen. Bereits am Montag waren die Aktien im Handelsverlauf deutlich in die Gewinnzone gedreht, nachdem die Experten der
UBS ein kurzfristiges Kurziel von 4,20 Euro nannten. Ausgehend vom derzeitigen Kurs ein Aufschlag von knapp zehn Prozent. Heute zogen auch die Schweizer Kollegen der
Credit Suisse nach und erhöhten das Kursziel von 3,75 auf 4,35 Euro.
Für Rückenwind dürften auch die Zahlen des Branchenkollegen Texas Instruments sorgen. Nach den Prozessorherstellern
Intel und Advanced Micro Devices (AMD) präsentierten „TI“ ebenfalls gute Zahlen für das Schlussquartal. Unter dem Strich halten damit die erfreulichen Nachrichten aus der Halbleiter-Industrie an und es verdichten sich die Anzeichen auf ein Ende der Wirtschaftskrise. Zugleich bedeuten die guten Zahlen der US-Konkurrenten aber auch, dass
Infineon am Freitag mindestens ein sehr solides Zahlenwerk präsentieren muss. Ansonsten dürften sich enttäuschte Investoren schnell vom DAX-Überflieger des vergangenen Jahres verabschieden und ihre Engagements umschichten. Auch die am 11. Februar bevorstehende Hauptversammlung sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Berichten zufolge sind die rebellischen Aktionäre kurz vor dem Ziel. Die US-Stimmrechtsberatung Riskmetrics spreche sich gegen den vom Konzern nominierten Aufsichtsratschef Klaus Wucherer aus, berichtet die "FTD".
Intakter Abwärtstrend
Charttechnisch befindet sich die Aktie trotz der in den vergangenen Handelstagen relativen Stärke weiterhin in einem intakten Abwärtstrend. Die Oberkante der Range liegt derzeit bei 4,11 Euro, auf der Unterseite hat die Aktie Luft bis 3,66 Euro. Innerhalb des Kanals verlaufen zudem noch zwei, wenn auch schwache horizontale Widerstände, die es zu beachten gilt.
Neben dem Kursniveau bei 3,90 Euro, an der es Ende Dezember und im Verlauf des Januars öfters zu Kurswenden kam, ist auch bei 3,67 Euro mit einem leicht erhöhten Abgabedruck zu rechnen. Engagements auf der Longseite sind derzeit sehr riskant und sollten wenn überhaupt eng abgesichert werden. Grundsätzlich hellt sich das Chartbild ohnehin erst auf, wenn die Aktie den Trendkanal nach oben hin verlässt und damit über 4,11 Euro ansteigt.
Nach unten hin gilt es das Tagestief vom Montag bei 3,67 Euro im Blick zu behalten. Fällt die Aktie darunter, dürfte der Wert auch die untere Begrenzung der Range testen.
Besonders spannend dürfte es am Freitag werden, wenn Infineon
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