Das Urteil fällt nicht gut aus: 27 der weltgrößten Öl- und Gas-Aktiengesellschaften hat die Ratingagentur Oekom Research in puncto Nachhaltigkeit untersucht und bei den meisten Firmen zwar ein gewisses Bemühen erkennen können. Doch ingesamt agierten die Unternehmen viel zu zögerlich, so das Fazit der Oekom-Analysten. Sie nähmen ihre ökologische und soziale Verantwortung nicht immer in der gewünschten Weise wahr.
Das lässt sich klar an den Noten ablesen, die die Agentur vergeben hat: Die Höchstnote "A+" konnte keine der getesteten Firmen erreichen, die beste Bewertung ging mit "B" an den österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV. Diese Bewertung liegt vier Stufen unter der theoretisch erzielbaren Höchstnote. Den zweiten Platz belegte die Firma Snam Rete Gas aus Italien, der französische Konzern
Total kaum auf Platz Drei. Beide erhielten ebenfalls die Note "B".
Der BP-Konzern und die norwegische Erdölgesellschaft Statoil konnten nicht überzeugen. Auf der Notenskala von "A+" bis "D-" kamen sie lediglich auf die Note "C+". Zwar agiere
BP vergleichsweise transparent, hieß es in der Studie. Jedoch gebe es große Versäumnisse in den Bereichen Anlagensicherheit und Arbeitsschutz. Kritisch hoben die Oekom-Analysten zudem hervor, dass immer mehr Anbieter angesichts schwindender Reserven bereit seien, hohe Risiken für Umwelt und Mitarbeiter in Kauf zu nehmen.
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