Nach dem geplatzten Verkauf an
AT&T muss US-Chef Philipp Humm eine neue Strategie entwickeln. Doch weil die Telekom-Tochter das iPhone in Amerika nicht verkauft, fehlt ihr ein Kundenmagnet.
Deutsche Telekom N
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T-Mobile USA muss nach dem geplatzten Verkauf an
AT&T die lädierte Marke aufpäppeln und den Schwund an Vertragskunden drosseln. "Eine geringere Abwanderungsrate ist ein absolutes Muss, und wir müssen uns da deutlich verbessern", sagte Philipp Humm, Chef von T-Mobile USA, der FTD auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. "Wir werden weiter in Marke und Netz investieren, um sicherzustellen, dass wir den Trend umkehren." Es sei künftig wichtig, die Qualität der Angebote sowie des schnellen Mobilfunknetzes deutlicher zu betonen. Bislang war T-Mobile in den USA vor allem für aggressive Preise bekannt. Eigentlich sei T-Mobile in dem Land gut aufgestellt: "Aber wir machen einen schlechten Job, das den Kunden auch wirklich zu kommunizieren."
Der deutsche Manager, der seit November 2010 an der Spitze der
Deutschen-Telekom-Tochter steht, fängt derzeit wieder von vorne an. Während des schwebenden Verkaufsprozesses an
AT&T - der im Dezember an dem Widerstand der amerikanischen Wettbewerbshüter scheiterte - hing die Marke laut Humm "sozusagen neun Monate in der Luft, jetzt muss sie wieder ihre Strahlkraft zurückbekommen". Viele Kunden liefen zur Konkurrenz über.
Im ersten Quartal will die Mannschaft um Telekom-Chef René Obermann die neue US-Strategie vorstellen. Einen neuen Anlauf für einen Verkauf oder ähnliches werde es in den kommenden Monaten nicht geben, heißt es konzernintern. Der LTE-Aufbau stehe ebenfalls nicht ganz oben auf der Agenda: "Aus Kundensicht ist LTE nicht wirklich relevant", so Humm. "LTE ist im Moment ein Hype-Thema der Presse und der Finanzmärkte." Welche Maßnahmen er konkret ergreifen will, wollte Humm nicht sagen. Klar ist lediglich, dass sich T-Mobile alleine finanzieren soll. Die Telekom kann wegen ihrer Dividendenpolitik sowie der Schulden nur schwer weitere Milliarden aufbringen.
"Die Frage ist jetzt nur, mit welchen Maßnahmen wir das machen werden, aber bislang gibt es nur Spekulationen im Markt", sagte Humm mit Blick auf die Finanzierung. Näher wollte er sich vor der Präsentation der Strategie - die nach der Vorlage der Jahreszahlen am 23. Februar erfolgen soll - nicht äußern. Der Verkauf von Sendemasten ist nach FTD-Informationen allerdings nahezu besiegelt. Unternehmensintern wird mit einem Erlös von etwa 2 Mrd. Dollar gerechnet. Zudem hat T-Mobile laut Presseberichten mit Banken über die Ausgabe von Anleihen gesprochen.
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