Der Solarkraftwerksentwickler Solar Millennium will Anfang
kommenden Jahres mit dem Bau des vierten Kraftwerks in Spanien
beginnen. Das 50-Megawatt-Parabolrinnen-Kraftwerk mit dem Namen
"Ibersol" soll auf einer Fläche von rund zwei Quadratkilometern
in der südwestlichen Provinz Extremadura entstehen, wie die
Erlanger Firma am Mittwoch ankündigte. Als Partner hat Solar
Millennium erneut
MAN Ferrostaal gewinnen können. Der
Anlagenbauer habe 50 Prozent an der Projektgesellschaft
übernommen. Die andere Hälfte wird von der Ibersol Kraftwerks
GmbH gehalten, die wiederum zu gleichen Teilen der Solar
Millenium und der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Cross
Capital gehört.
Ibersol ist nach "Andasol" 1 bis 3 in der Provinz Granada
das vierte Parabolrinnen-Kraftwerk mit einer Leistung von 50
Megawatt von Solar Millenium in Spanien. Zwei der
Andasol-Kraftwerke sind bereits fertig gestellt, das dritte
befindet sich im Bau und soll 2011 in Betrieb gehen. An dem
Projekt sind die Energiekonzerne
RWE und die Stadtwerke
München wie auch
MAN Ferrostaal beteiligt. Die solarthermischen
Kraftwerke bündeln über Spiegel das Sonnenlicht. Mit der
erzeugten Hitze wird eine Dampfturbine angetrieben, die Strom
erzeugt. Die 50-Megawattprojekte können rein rechnerisch rund
165.000 Menschen mit Strom versorgen.
Anders als viele Konkurrenten setzt Solar Millenium auf Parabolrinnen-Kraftwerke, bei denen mit über in Rohren erhitzte Flüssigkeit Strom gewonnen wird. Das flüssige Arbeitsmittel geht durch Sonnenwärme in Dampf über, mit dem sich wiederum eine Turbine antreiben lässt. Zur Leistungssteigerung wird ein Teil der Wärme zwischengespeichert, sodass die Kraftwerke auch ohne Sonne noch bis zu sechs Stunden weiter Strom liefern.
Ende Oktober erfolgte der „Ritterschlag“ für die Aktie: Die Experten von
Goldman Sachs setzten den Wert auf die „Conviction-Buy-List“, nachdem die Einschätzung zuvor noch „neutral“ war. Das Kursziel wurde kräftig von 25,50 auf 38 Euro angehoben.
Die Aktie hat in den vergangenen Tagen kräftig an Aufwärtsdynamik gewonnen und dabei ein aufsteigendes Dreieck nach oben hin aufgelöst. Inzwischen notiert die Aktie knapp unter einem leichten Widerstand bei 28 Euro. Hier wäre es nicht überraschend, wenn der Wert noch einmal den ehemaligen Widerstand bei 25,74 Euro testet und dann wieder Richtung Norden dreht. Bei Schlusskursen unter 24 Euro gilt der Ausbruch als gescheitert.
(Mit Agenturen)
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