Glücklich dürfte Vorstandschef Frank Asbeck nicht gewesen sein, als er heute die Zahlen für das Jahr 2009 verschickte. Zwar konnte
Solarworld die Umsatzerlöse von 900 Millionen Euro auf 1,013 Milliarden steigern. Doch kämpft die Branche mit immer schwächeren Margen. Denn trotz Kostensenkungen und des Umsatzanstiegs blieben letztendlich unterm Strich nur 59 Millionen Euro hängen. Zum Jahresende 2008 wies der Konzern noch 151,8 Millionen Euro aus. Die Konkurrenz, vor allem aus China, übt mit Kampfpreisen enormen Druck auf die deutsche Solarbranche aus.
Im Vergleich zu anderen Firmen steht
Solarworld allerdings vergleichsweise gut da.
Q-Cells schockte zuletzt mit einem Milliardenverlust. Der Modulhersteller
Solon machte einen Verlust von 276 Millionen Euro. Die Börse reagierte deswegen auch nur mit einem leichten Abschlag auf die Zahlen von Deutschlands größtem Solarkonzern.
Anders als Konzerne wie
Q-Cells, das sein Heil als Projektierer eher auf der Freifläche sucht und auf große Solarparks setzen, will
Solarworld verstärkt in das Massengeschäft einsteigen. Aufgrund der immer geringer werdenden Förderung glaubt Asbeck, dass die Leute künftig mehr Solarstrom selbst verbrauchen, als ihn ins Netz einzuspeisen.
Solarworld vertraut auf seinem guten Vertrieb und künftig wohl auch auf die Zusammenarbeit mit Partnern.
Wie das Handelsblatt berichtet, gäbe es derzeit Gespräche mit dem Batteriehersteller Evonik. Noch in diesem Jahr will Asbeck ein Paket anbieten, mit dem Haushalte den Sonnenstrom speichern und sich damit selbst versorgen können. Der Unternehmenschef glaubt an einen großen Markt, der dadurch entstehen könnte. Nachhaltig will der Konzern die Umsatzmilliarde in diesem Jahr überschreiten.
Charttechnisch ist die Aktie im freien Fall. Mit Neuengagements sollten Anleger noch etwas warten. Schlägt die Kombination aus Solarzellen und Batteriespeicher ein, könnte der Titel jedoch bald deutlich höher stehen.
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