Das Biotechunternehmen
Qiagen baut sein Geschäft mit personalisierter Medizin aus. Von den US-Biotechfirmen Personal Genome Diagnostics und Insight Genetics erwarb
Qiagen die Rechte an genetischen Biomarkern für Hirntumore, Lungen- und andere Krebsarten, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.
Biomarker sind Auffälligkeiten im Blut oder Gewebe, die auf eine Krankheit hindeuten. Kennt man den richtigen Biomarker, können etwa Krebstumore früher diagnostiziert werden. Mit dem Schritt erweitert
Qiagen sein Portfolio an therapiebegleitenden Tests, die bestimmen können, ob ein Medikament bei Patienten wirken kann oder nicht. Finanzielle Details der beiden Vereinbarungen nannte
Qiagen nicht.
Qiagen gab zudem bekannt, in Japan die Zulassung für einen Gentest zum Nachweis so genannter EGFR-Mutationen, der zur Steuerung von Krebsbehandlungen hinzugezogen wird, erhalten zu haben. Der epidermale Wachstumsfaktorrezeptor (EGFR) spielt eine wichtige Rolle bei bestimmten Krebsarten und stellt das Ziel vieler neuer Krebsmedikamente dar.
DZ-Bank-Analyst Michael Bissinger bezeichnete in einem Kommentar die Akquirierung und die Zulassung als "einen wichtigen Teil der Unternehmensstrategie". Die Aktien stiegen im TecDAX um bis zu 2,6 Prozent auf 11,70 Euro, den höchsten Kurs seit gut fünf Monaten.
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