VW-Chefkontrolleur Ferdinand Piëch führt mit einer Vergütung von 592.800 Euro die Liste der bestbezahlten Aufsichtsratsvorsitzenden Deutschlands an. Rechnet man den Vorsitz im Aufsichtsrat von
MAN hinzu, kommt der 74-Jährige laut einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) insgesamt sogar auf 837.800 Euro. Dank Ämterhäufung strich der ehemalige
Bayer -Chef Manfred Schneider allerdings eine höhere Gesamtsumme von 1,1 Mio. Euro ein.
Schneider leitet nicht nur das Kontrollgremium von
Bayer, sondern gleichzeitig auch die Aufsichtsräte von
Linde und
RWE . Über vergleichbar großen Einfluss verfügt laut DSW nur der frühere
ThyssenKrupp -Vorstandsvorsitzende Gerhard Cromme. Er ist Chefkontrolleur seines Nachfolgers Heinrich Hiesinger, gleichzeitig steht er den Aufsichtsräten von
Siemens und der
Allianz vor. Cromme erhielt für seine Mandate im vergangenen Jahr eine Gesamtvergütung von 915.000 Euro.
Im Schnitt stieg die Vergütung der Chefkontrolleure der DAX-Konzerne 2010 um 27,6 Prozent. Über den mit Abstand kräftigsten Anstieg kann sich Jürgen Weber freuen, der Aufsichtsratsvorsitzende von
Lufthansa . Seine Vergütung vervierfachte sich 2010 von 75.000 Euro auf 383.000 Euro. Schlusslicht unter den DAX-30-Chefkontrolleuren ist Rolf Krebs, Aufsichtsratsvorsitzender beim Pharmakonzern
Merck . Er nahm im vergangenen Jahr 60.288 Euro mit nach Hause.
Nicht nur Piëch, sondern auch die übrigen Aufsichtsratsmitglieder werden bei
Volkswagen besser bezahlt als bei anderen DAX-Konzernen. Der Autobauer gab 2010 insgesamt 5,3 Mio. Euro für Grundgehalt, Ausschuss- und Sitzungsgelder seiner Kontrolleure aus. Auf dem zweiten Platz lag der Energieversorger Eon , der insgesamt 4,9 Mio. Euro an Aufsichtsratsvergütungen zahlte.
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