Der Spezialverpackungshersteller
Gerresheimer wird 2012 voraussichtlich weniger profitabel arbeiten als noch im Vorjahr. Mit diesem von den Anlegern als enttäuschend empfundenen Ausblick schickte der Düsseldorfer Konzern seine Aktien am Mittwoch auf Talfahrt. Zuwächse erwartet der Konzern indes beim Umsatz. Auch Zukäufe schließt Vorstandschef Uwe Röhrhoff nicht aus.
Der Konzern, der die Pharma- und Kosmetikindustrie mit Spezialverpackungen beliefert, hatte im Geschäftsjahr 2011 seinen Umsatz um 6,8 Prozent auf eine Mrd. Euro gesteigert. Das bereinigte operative Ergebnis lag mit 217 Mio. Euro um 6,3 Prozent über dem Wert des Vorjahres, die operative Marge lag bei 19,9 Prozent. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,60 (Vorjahr: 0,50) Euro je Aktie erhalten.
Gerresheimer lag damit leicht unter den Erwartungen von Analysten.
2012 soll der Umsatz nun um fünf bis sechs Prozent zulegen. Wachsen will
Gerresheimer unter anderem in den Schwellenländern - der Konzern hatte zuletzt in Brasilien zugekauft. Die operative Marge wird den Prognosen zufolge im aktuellen Geschäftsjahr mit 19,5 Prozent aber knapp unter dem Vorjahreswert liegen. 2013 soll die Marge dann wieder steigen, wie
Gerresheimer im Geschäftsbericht mitteilte. Die Anleger konnte dies aber nicht besänftigen: Die Anteilsscheine notierten am Morgen mit einem Minus von knapp sieben Prozent bei 33,95 Euro. Das Margenziel 2012 liege unter der Markterwartung, kritisierten Analysten der DZ Bank.
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