Der Wolfsburger Konzern wies am Mittwoch einen operativen Gewinn von 312 Mio. Euro für das erste Vierteljahr aus. Vor Jahresfrist hatte mit gut 1,3 Mrd. Euro noch ein Vielfaches zu Buche gestanden. Der Verkauf des brasilianischen Nutzfahrzeuggeschäfts trug den Angaben zufolge rund 600 Mio. Euro zum operativen Gewinn im Auftaktquartal 2009 bei.
VW hatte sein Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen und Bussen in Brasilien im Wert von 1,18 Mrd. Euro zu Jahresanfang an den Münchener Lkw- und Maschinenbauer
MAN verkauft.
Damit steht Europas größter Autobauer zu Jahresanfang besser da als Konkurrent
Daimler, der wegen massiver Absatzeinbrüche für das erste Vierteljahr bereits tiefrote Zahlen angekündigt hat.
VW verringerte seinen Lagerbestand zu Jahresbeginn mit Hilfe von Kurzarbeit und verfügt so nach eigenen Angaben über ein dickes Liquiditätspolster, um die Krise zu überstehen.
Volkswagen hatte wegen der weltweiten Absatzkrise zu Jahresanfang einen Verlust für das erste Geschäftsquartal nicht ausgeschlossen. Der Barmittelzufluss im Automobilgeschäft habe sich von Januar bis März um mehr als ein Drittel auf 2,98 Mrd. Euro erhöht, teilte
VW weiter mit.
Analysten hatten im Schnitt mit einem operativen Verlust von 60 Mio. Euro gerechnet. Wegen der unterschiedlichen Berücksichtigung von Sondereffekten hatte die Spannweite der Schätzungen dabei von einem Gewinn von 652 Mio. bis zu einem Verlust von 520 Mio. Euro gereicht.
Die Auslieferungen an die weltweite Kundschaft waren im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp elf Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge gesunken. Der Umsatz schrumpfte zugleich um 11,2 Prozent auf 24 Mrd. Euro. Damit schnitt
VW besser ab als die Nummer zwei in Europa, PSA
Peugeot Citroen, die im gleichen Zeitraum einen Umsatzrückgang um ein Viertel verschmerzen musste. Ohne den Lastwagenbauer Scania wäre der Umsatz des Volkswagen-Konzerns um 17,1 Prozent zurückgegangen.
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