Die Münchener Biotechfirma Wilex will sich über eine Kapitalerhöhung neue Finanzmittel für die teure Medikamentenforschung beschaffen. Insgesamt sollen 3,2 Millionen neue Aktien ausgegeben werden, teilte Wilex am späten Dienstagabend mit. Gemessen am festgesetzten Bezugspreis von 3,10 Euro würde dem Unternehmen damit annähernd zehn Millionen Euro zufließen. Ausschließlich den bestehenden Aktionären soll angeboten werden, für je 27 gehaltene Aktien vier neue Aktien zu beziehen. Allein vom Großaktionär und
SAP -Mitgründer Dietmar Hopp, der zuletzt rund 43 Prozent an Wilex hielt, könnte das Unternehmen damit gut vier Mio. Euro bekommen.
Die Bezugsfrist soll am 17. Januar beginnen und bis zum 30. Januar laufen. Es soll keinen organisierten Bezugsrechtehandel geben. Der Börsenkurs der Wilex-Aktie liegt aktuell bei 3,29 Euro.
Im Unterschied zu anderen Biotechunternehmen wie Evotec treibt Wilex die Wirkstoff-Entwicklung aus eigener Kraft relativ weit voran. Entsprechend groß ist der Finanzmittelverbrauch, da die klinische Entwicklung von Medikamenten sehr kostspielig ist. Die Großaktionäre von Wilex, neben Hopp der belgische Pharmakonzern UCB mit 15 Prozent der Anteile, tragen diese Strategie mit. Ende August 2011 hatte Wilex noch verfügbare Finanzmittel von 8,1 Mio. Euro.
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