Linkedin und Pandora haben es schon gewagt, Zynga und Groupon sind bald dran, und 2012 dürfte auch Facebook folgen. Von konkreten Börsenplänen des Kurznachrichtendienstes ist dagegen zwar noch nichts bekannt. Anleger reißen sich aber bereits um Anteile.
Der Kurznachrichtendienst Twitter scheint nicht nur bei seinen Nutzern äußerst beliebt zu sein: Nach Informationen des "Wall Street Journal" haben sich Investoren jüngst geradezu darum gerissen, Anteile an der jungen Internetfirma zu bekommen. Das drückt sich in der Bewertung aus: Die liege mittlerweile bei bis zu 7 Mrd. Dollar (4,9 Mrd Euro), schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine eingeweihte Person.
Twitter, so das "Wall Street Journal", habe bei einer neuen Finanzierungsrunde mehrere hundert Millionen Dollar an frischem Geld eingesammelt. Das letzte Mal hatte das Unternehmen im Dezember den Kapitalmarkt angezapft - und war damals mit 3,7 Mrd. Dollar bewertet worden. Zwischenzeitlich hat Twitter aber nicht nur seinen Dienst weiterentwickelt, sondern die gesamte Internetbranche befindet sich im Aufwind.
Wie stark das Interesse von Anlegern an den IT-Firmen ist, haben die Börsengänge des beruflichen Online-Netzwerks
Linkedin und des Internetradios Pandora gezeigt. Obwohl die Firmen kaum Geld verdienen oder wie im Falle von Pandora sogar Verluste schreiben, sind sie Milliarden Dollar wert. Der Spieleentwickler Zynga und das Schnäppchenportal Groupon streben gerade aufs Parkett. Im kommenden Jahr dürfte dann das weltgrößte Soziale Netzwerk Facebook folgen, und vielleicht geht letztlich auch Twitter an die Börse.
Die Börsianer schauen deshalb genau hin, wie viel Geld Investoren abseits der Börse auf den Tisch legen, um an Firmenanteile zu gelangen. Aus dem Preis für die einzelnen Anteile wird dann der Gesamtwert hoch gerechnet.
Die Zahl ist allerdings nur ein grober Anhaltspunkt für den Preis, den eine Internetfirma dann tatsächlich an der Börse einbringen kann. Bei Facebook kursieren Summen von 50 bis 100 Mrd. Dollar. Mancher Beobachter fürchtet schone eine neue Blase.
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