IQ und Aktien hängen zusammen - das meint eine Statistik von vier Universitätsprofessoren. Einen Haken hat die Geschichte allerdings.
Warum kaufe ich eigentlich noch Aktien?
Alle, die sich diese Frage bei der
Börsentalfahrt im vergangenen August
gestellt haben, dürften sich von
den Ergebnissen einer neuen Studie
sehr gebauchpinselt fühlen: Aktien
kauft man, wenn man schlau ist. Zu
dieser Schlussfolgerung kommen zumindest
vier Professoren der Universitäten
von Los Angeles, Chicago,
Helsinki und Aalto, die den Zusammenhang
zwischen Aktienanlagen
und dem Intelligenzquotienten des
Investors untersucht haben.
Laut diesen über den Datenanbieter
Bloomberg veröffentlichten Ergebnissen
liegt der Aktienanteil in
Depots von Anlegern mit hohen IQs
im Schnitt 21 Prozentpunkte höher
als bei denjenigen, die mit einem
niedrigen IQ an den internationalen
Finanzmärkten unterwegs sind.

Finnische Soldaten vor dem Präsidentenpalast in Helsinki
Einen kleinen statistischen Haken
hat die Geschichte allerdings: Die Studie
wurde anhand von 160 000 finnischen
Berufssoldaten durchgeführt,
deren IQs und Investmententscheidungen
Militär und Staat über 19 Jahre
festgehalten haben. Einerseits
praktisch, weil die Datenrecherche auf
diese Weise weniger Mühe gemacht
hat. Andererseits fühlen sich jetzt
selbst Vertreter der Finanzbranche
wie Brian Jacobsen, Chefstratege bei
der Vermögensverwaltung der USBank
Wells Fargo, genötigt, anzumerken,
dass diese Auswahl an Studienteilnehmern
vielleicht etwas einseitig
ist, um dem Verhalten des
durchschnittlichen Privatanlegers
Rechnung zu tragen. Jacobsen findet
die Veröffentlichung der Studie daher
„wirklich traurig“.
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