Von Helene Laube
Der Online-Konzern unternimmt einen neuen Anlauf, um mit den Trendsettern Facebook und Twitter mitzuhalten. Mit Buzz soll der E-Mail-Dienst Gmail zum sozialen Netzwerk werden - auch für den Einsatz in der Firma.
Viele Internetnutzer fühlen sich schon jetzt überfordert von der Fülle an sozialen Netzwerken und Mitteilungsmöglichkeiten im Internet. "Es wird immer schwieriger, in dem Lärm ein Signal auszumachen", sagte Google-Manager Bradley Horowitz auf einer Pressekonferenz im Firmenhauptsitz im Silicon Valley. Und was macht Suchmaschinenkonzern? Er fügt der langen Liste sozialer Netzwerke ein eigenes Produkt hinzu: Google Buzz.
Damt können Nutzer - ähnlich wie bei Twitter, Facebook und anderen Netzwerken - Fotos, Videos, Links und Statusmeldungen direkt in den E-Mail-Dienst Gmail integrieren und mit ihren Freunden teilen.
Die laut Comscore knapp 168 Millionen Gmail-Nutzer können Videos aus Googles Videoportal Youtube, Fotos aus Googles Fotodienst Picasa, dem Yahoo-Konkurrenzprodukt Flickr sowie Twitter-Meldungen mit Buzz in Gmail integrieren.
Aus Buzz heraus können aber keine Kurznachrichten über Twitter versendet werden. Inhalte aus Facebook sind vorerst nicht integrierbar. Mit Buzz folgen Nutzer automatisch den Statusmeldungen und Links von Freunden, mit denen sie am meisten via Gmail und der dort schon länger intergrierten Chat-Funktion kommunizieren.
Um ihn konkurrenzfähig zu machen, hat Google den Dienst auch für den Einsatz unterwegs optimiert: Buzz kann die Ortungsdaten aus GPS-Smartphones nutzen. Er kann über Webbrowser abgerufen werden, zudem gibt es für das iPhone und Android-Handys eine eigene Anwendung. Damit lassen sich Standorte bestimmen und lokale Angebote wie Restaurants oder Kinos abrufen.
Google Buzz sei nicht nur eine neue Art, innerhalb von Gmail zu kommunizieren, sagte Todd Jackson. "Es ist eine komplett neue Welt innerhalb von Gmail", warb der zuständige Produktmanager am Dienstag in Mountain View.




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