Die niederländische Rabobank zählt zu den wenigen Unternehmen weltweit, die noch die Top-Bonitätsnote "AAA" tragen. Dennoch bietet das Finanzhaus bei einer neuen Anleihe einen attraktiven Renditeaufschlag gegenüber Bundesanleihen.
Sie sind ein exklusiver Kreis. Ihre Namen:
Johnson & Johnson,
Exxon Mobil sowie
Microsoft und die niederländische Rabobank. Sie sind die letzten verbliebenen Mitglieder des Clubs aus Unternehmen, die das Top-Rating „AAA“ der Bonitätswächter Standard & Poor’s sowie Moody’s tragen. Etwas skeptischer ist nur die Agentur Fitch, welche die Niederländer mit der zweitbesten Note „AA+“ bewerten.
Das genossenschaftliche Kreditinstitut brachte nun eine Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren heraus. Das Papier ist für Privatanleger freundlich gestückelt und bietet einen Kupon von 3,875 Prozent. Beim aktuellen Kurs von 100,8 Prozent bleibt somit eine Rendite von 3,7 Prozent.
Satte Rendite für Top-Emittent
Der Zins mag auf den ersten Blick nicht üppig erscheinen. Doch für einen Emittenten mit der besten Bonitätsnote ist die Rendite überaus stattlich. Die Rabobank bietet immerhin einen deutlichen Aufschlag von 1,1 Prozentpunkten gegenüber entsprechenden Bundesanleihen – die ebenfalls die Top-Note Dreifach-A tragen.
Positiv schlägt auch zu Buche, dass die Niederländer auf Haken bei den Anleihebedingungen verzichten. Vor wenigen Wochen hatten die Genossen noch mit der Emission einer nachrangigen Anleihe für Aufsehen gesorgt. Sie hatten einen zehnjährigen Bond mit einem Kupon von 6,875 Prozent an den Markt gebracht. Hier war eine Kappung des Rückzahlungswerts um 25 Prozent vorgesehen, sollte sich das Eigenkapital der Bank deutlich verschlechtern.
Die neue Anleihe wartet nicht mit einem solchen Haken auf. Anleger können also zugreifen. Allerdings dürfte sich der Renditeaufschlag gegenüber Bundesanleihen in den kommenden Tagen weiter verringern.
WKN: A1GQAS
Kupon: 3,875 Prozent
Laufzeit: 20.04.2016
Kurs: 100,8 Prozent
Rendite: 3,7 Prozent
Stückelung: 1000 Euro
Empfehlen