Die Experten der Ratingagentur Fitch sehen schwierige Zeiten auf Griechenland zukommen. Trotz des rigiden Sparprogramms werde sich erst in drei bis vier Jahren zeigen, ob Griechenlands Konsolidierungskurs Erfolg habe, sagte Paul Rawkins auf einer Veranstaltung der Ratingagentur in Frankfurt. Rawkins ist bei Fitch für die Bewertung europäischer Staaten verantwortlich. Fitch hatte griechische Staatsanleihen Ende des vergangenen Jahres zwei Mal herabgestuft. Zurzeit vergibt die Agentur für griechische Staatsbonds nur die Note "BBB+" - das ist im europäischen Vergleich eine schlechte Note.
"Wir sehen zwar, dass der Druck der anderen europäischen Regierungen Wirkung gezeigt hat und die Griechen sich jetzt mit der nötigen Strenge an ihr Sparprogramm machen", sagte Rawkins. "Doch die entscheidende Frage wird sein: Ist die griechische Regierung stark genug, die Sparmaßnahmen auch in den kommenden Jahren mit der nötigen Härte weiterzuverfolgen?" Hier herrsche große Unsicherheit. Darum belasse Fitch den Ausblick für Griechenland auf "negativ". Ein negativer Ausblick besagt, dass die Ratingagentur in den nächsten zwölf bis 18 Monaten eine weitere Herabstufung für möglich hält.
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