Die Fachleute des Finanzdienstleisters Gecam halten die niedrigen Zinsen bei sicheren Staatsanleihen für gefährlich: Die Lage am Rentenmarkt habe eine Entwicklung genommen, für die die Bezeichnung blasenähnlicher Verlauf durchaus zutreffe, schreiben sie in einer aktuellen Markteinschätzung. "Die Risikowahrnehmung vieler Investoren ist extrem asymmetrisch." Während die meisten Anleger vor Aktien zurückschreckten, gäbe es gleichzeitig eine starke Flucht in den vermeintlich sicheren Hafen Staatsanleihen. Die Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit war zuletzt auf das Rekordtief von 2,1 Prozent gefallen.
Ein weiteres Kursplus bei Staatspapieren aus den USA und Deutschland schließen die Gecam-Experten jedoch aus. Sie rechnen damit, dass den Papieren ein starker Kursrutsch bevorsteht. So gehen sie beispielsweise davon aus, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf bis zu drei Prozent ansteigen wird, im Gegenzug würden die Kurse fallen. Darum meiden die Gecam-Fachleute Staatsanleihen derzeit. Auch in Firmenbonds investieren sie nicht. Die Dividendenrenditen vieler Aktien seien aktuell attraktiver als die Erträge von Unternehmensanleihen.
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