Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Ausblick aus dem Geschäftsbericht

Hinweis: dies ist ein Auszug aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens. finanzen.at übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit des Inhalts.


Vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen gravierender Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte strebt Munich Re ein Konzernergebnis von 2,0 bis 2,4 Mrd. € an. Das Konzernergebnis der Rückversicherung sollte zwischen 1,8 und 2,2 Mrd. € liegen. In der Rückversicherung Leben/Gesundheit sollte das versicherungstechnische Ergebnis – einschließlich des Ergebnisses aus Rückversicherungsverträgen, das aufgrund von nicht ausreichendem Risikotransfer im nicht versicherungstechnischen Ergebnis ausgewiesen wird – bei mindestens 450 Mio. € liegen. In der Schaden- und Unfallrückversicherung strebt Munich Re 2017 unter Berücksichtigung des bis Ende Februar vergleichsweise geringen Großschadenaufkommens eine Schaden-Kosten-Quote von rund 97 % der verdienten Nettobeiträge an. Für 2017 rechnete Munich Re zu Jahresbeginn mit Großschäden im Umfang von rund 2 Mrd. €; das entspricht unverändert 12 % der verdienten Nettobeiträge.

Update 9.05.2017: Die Erwartungen für 2017 haben sich im Vergleich zu den Angaben des im März veröffentlichten Geschäftsberichts 2016 nicht verändert. Munich Re rechnet für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 48 und 50 Mrd. € und strebt unverändert ein Konzernergebnis in einer Spanne von 2,0 bis 2,4 Mrd. € an.

Update 9.08.2017: Für das versicherungstechnische Ergebnis der Rückversicherung Leben/Gesundheit, inklusive dem Ergebnis aus dem Teil des Geschäfts, der wegen unzureichenden Risikotransfers nicht im versicherungstechnischen Ergebnis ausgewiesen wird, senkt Munich Re ihre Schätzung für das Gesamtjahr von bisher 450 auf 400 Mio. €. Im Geschäftsfeld ERGO erwartet Munich Re nun eine Schaden-Kosten-Quote von 98 % (bislang: 99 %) für das Segment Schaden/Unfall Deutschland. Grund ist eine niedrigere Kostenquote. Die Gewinnerwartung für ERGO wird auf 200 – 250 Mio. € (bislang: 150 – 200 Mio. €) angehoben. Die übrigen Erwartungen für 2017 haben sich im Vergleich zu der Mitteilung im ersten Quartal nicht verändert. Munich Re rechnet für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 48 und 50 Mrd. € und strebt unverändert ein Konzernergebnis in einer Spanne von 2,0 bis 2,4 Mrd. € an.

Update 13.09.2017: Nachdem Hurrikan Harvey in Texas und angrenzenden Staaten Ende August bereits erhebliche Schäden angerichtet hatte, verursachte mit Irma nun ein weiterer besonders schwerer Sturm große Verwüstungen auf den Karibikinseln und in Florida. Aus beiden Ereignissen sind hohe versicherte Schäden zu erwarten, die sich für den Markt und Munich Re derzeit noch nicht quantifizieren lassen. Munich Re könnte deshalb trotz der bisher guten Geschäftsentwicklung in 2017 wegen der Schäden aus Harvey und Irma - abhängig vom weiteren Geschäftsverlauf bis zum Jahresende - das Ziel eines Jahresgewinns von 2,0 bis 2,4 Mrd. Euro verfehlen. Für das dritte Quartal 2017 wird voraussichtlich ein Fehlbetrag ausgewiesen werden. Im Rahmen der Geschäfts- und Risikostrategie verfügt Munich Re jedoch selbst nach so schweren Naturkatastrophen über eine ausreichend solide Kapitalbasis, um den Kunden weiterhin die volle Rückversicherungskapazität zur Verfügung zu stellen.