Seit vergangenem Sommer haben einige Broker ihre Ordergebühren gesenkt - oder sind gleich auf längere Zeit angelegte Free Trade-Aktionen mit ETF-Anbietern eingegangen. Das hat das Interesse der Privatanleger an Sparplänen nochmals beflügelt.
DAB bank - breitestes Angebot
Bei der
DAB bank, die mit derzeit 207 ETFs und 13 ETCs im Sparplan das breiteste Angebot offeriert, gibt es die Produkte von DB-X-Trackers und Comstage kostenlose. Andere ETFs sind allerdings noch vergleichsweise teuer im Sparplan: Es werden 2,50 Euro an Gebühren plus 0,25 Prozent des Ordervolumens fällig. Eine 100-Euro-Order kostet dann 2,75 Euro.
maxblue, der Onlinebroker der
Deutschen Bank, bietet 110 ETFs und 10 ETCs im Sparplan, auch hier sind die ETFs von DB-X-Trackers naheliegender Weise kostenlos. Ansonsten kostet es 2,50 Euro plus 0,4 Prozent, also 2,90 Euro für eine 100-Euro-Order.
comdirect - 100-Euro-ETF-Order kostet nur 1,50 Euro

Comdirect (135x105)
comdirect rangiert beim Produktangebot mit 116 ETFs auf nahezu gleicher Höhe, ist aber günstiger und verlangt 1,5 %, maximal 4,90 Euro pro Wertpapierkennnummer. Folglich kostet ein Auftrag über 100 Euro nur 1,50 Euro.
Beim Sparkassenbroker gibt ETFs von Sieger ETFLab kostenlos
Beim Sparkassenbroker gibt es knapp 70 sparplanfähige ETFs, die vom Börse Online "ETF-Anbieter des Jahres 2011", sprich von ETFLab, sogar umsonst. Ansonsten werden 2,5 Prozent fällig, macht 2,50 Euro für eine 100-Euro-Order.
Rabattaktionen laufen weiter
Wieder günstiger geht es bei Cortal Consors, der 55 ETF-Sparpläne offeriert. Hier kostet ein Auftrag 1,5 Prozent, bei ETCs werden 1,75 %, mindestens aber 2,50 Euro fällig.
Ein noch schmales Angebot hat ING-DiBa mit acht ETFs, dafür sind das Produkte auf sehr gängiges Indizes, so dass wichtige Bedürfnisse abgedeckt werden. Ein Auftrag kostet hier 1,75 Prozent, sprich 1,75 Euro für einen 100-Euro-Auftrag.
Ein interessantes Angebot, das allerdings auf 25 DB-X-Trackers ETF beschränkt ist, offeriert die Augsburger Aktienbank. Bei ihr werden Sparplanorders auf ETFs nur an zwei fixen Terminen pro Monat ausgeführt - und zwar außerbörslich im Block direkt über die
Deutsche Bank in London. Börsenspesen und Ordergebühren fallen daher keine an. Der Kunde bekommt die ETF-Anteile sogar zum Net Asset Value (NAV) eingebucht und nicht wie an der Börse zum Ankaufskurs. Er zahlt lediglich die so genannten Additional Trading Costs, die je nach Marktlage und Produkt nur wenige Basispunkte betragen. Allerdings kostet ein Sparplandepot bei der AAB 19,90 Euro pro Jahr, ein reguläres Depot 39,80 Euro.
Es ist davon auszugehen, dass die Onlinebroker ihre Rabattaktionen, die von den ETF-Anbietern gesponsert werden, ein Weilchen weiterführen werden. Preise zu vergleichen bleibt trotzdem wichtig, um den ein oder anderen Euro bei den Gebühren zu sparen.
Mehr zu den Ergebnissen des BÖRSE ONLINE ETF-Awards finden Sie <hier».
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