An der privaten Altersvorsorge wird auch in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht gespart: Die große Mehrheit der Deutschen (82 Prozent) investiert unverändert in ihre privaten Vorsorgemaßnahmen - durchschnittlich 130 Euro monatlich.
Damit hat die Altersvorsorge die höchste Konstanz aller privaten Budgetposten – noch vor den Ausgaben für Wohnen und Nahrungsmittel. Acht Prozent beabsichtigen, sogar noch mehr für ihr Alter anzusparen. Auch bei einer möglichen Verschlechterung ihrer finanziellen Lage wollen drei Viertel der Bundesbürger ihre Ausgaben für die private Altersvorsorge unangetastet lassen. Zu sparen beabsichtigen die Deutschen - sofern erforderlich - eher im Bereich der Anschaffung größerer Konsumgüter, bei ihren Freizeitaktivitäten, bei Genussmitteln und bei Reisen.
Dies zeigt die aktuelle Studie "Altersvorsorge in der Finanzmarktkrise" des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics, die im Auftrag der Versicherungskammer Bayern durchgeführt wurde. 1250 Bundesbürger im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden repräsentativ befragt. "Die Bundesbürger erkennen auch in der Krise die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge und weichen nach Möglichkeit nicht von ihren längerfristigen Planungen ab", erläutert Robert Quinke, Studienleiter bei YouGovPsychonomics.
Weiteres Ergebnis: Am sichersten von allen Anlageformen gelten Immobilien. 62 Prozent der Befragten äußerten hier sehr viel beziehungsweise viel Vertrauen. Danach folgen Gold und Sparbüchern beziehungsweise Spareinlagen mit jeweils 48 Prozent. Auf Platz vier rangiert die private Rentenversicherung mit 36 Prozent - deutlich vor der gesetzlichen Rente, die lediglich einen Wert von 29 Prozent erzielt. Äußerst wenig Vertrauen im Hinblick auf die Altersvorsorge erwecken derzeit Investmentfonds (14 Prozent) und Einzelaktien (6 Prozent).
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