Die staatlich geförderte Altersvorsorge auf Namen des Ex-Bundesarbeitsministers erfreut sich bei Frauen großer Beliebtheit, wie eine Studie zeigt. Doch Frauen tun sich mit der Altersvorsorge noch schwer.

Vor allem Frauen stehen auf Walter Riesters Weg der Altersvorsorge.
Frauen haben es gleich in mehrfacher Hinsicht schwerer als Männer fürs Alter vorzusorgen: Statistisch betrachtet leben sie länger – und brauchen daher im Alter länger Geld. Doch woher? Die Höhe der späteren gesetzlichen Rente hängt wesentlich von der eigenen Erwerbsbiographie ab – vor allem vom Gehalt und den Beschäftigungsjahren. Frauen sind jedoch – häufig der Kinder wegen – im Schnitt nur 26 Jahre, Männer dagegen 37 Jahre lang berufstätig. Hinzu kommt noch, dass Frauen auch auf gleicher Position in Deutschland noch immer im Schnitt 20 Prozent weniger verdienen als Männer. Ihre Rentenansprüche sind daher oft viel niedriger als die der Männer.
Kein Wunder, dass zwei von drei Frauen mit deutlichen Einbußen bei ihren Finanzen im Rentenalter rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts psychonomics AG im Auftrag der Versicherungskammer Bayern. Frauen richten sich demnach auf eine Versorgungslücke von durchschnittlich rund 600 Euro monatlich im Rentenalter ein. Jede Zehnte schätzt den Betrag sogar auf über 1000 Euro.
Wieviel legen Sie monatlich zur Altersvorsorge an?
Dabei ist nahezu allen Befragten bewusst, dass die gesetzliche Rente später nicht reichen wird, und nur jede Zehnte empfindet die eigene Absicherung als voll und ganz ausreichend. Zwei von drei Frauen richten sich darüber hinaus darauf ein, sich im Alter finanziell einschränken zu müssen. Die überwiegende Mehrheit erkennt die Notwendigkeit zur privaten Altersvorsorge. Dennoch besteht insgesamt noch Nachholbedarf: So geben 27 Prozent aller Frauen an, sich bislang zu wenig mit dem Thema und den damit verbundenen Produkten und deren Anbietern beschäftigt zu haben. Frauen investieren bislang weniger in die private Altersvorsorge als Männer. Während Männer derzeit durchschnittlich 164 Euro monatlich für die Altersvorsorge beiseite legen, sind es bei den Frauen nach eigenen Angaben durchschnittlich nur 135 Euro.
Weniger Prada, mehr private Altersvorsorge
Frauen sind dabei aber eher bereit, auf Konsum zu verzichten und rund zwei von fünf weiblichen Befragten planen, in Zukunft mehr Geld in die private Vorsorge zu stecken. Mehr als jede zehnte Frau möchte sich in diesem Jahr noch mit dem Thema auseinandersetzen. Gleichzeitig geben knapp zwei Drittel aller Frauen an, dass sie Bedenken haben, sich eine private Vorsorge überhaupt leisten zu können. Jede Dritte gibt sogar an, sich diesen finanziellen Mehraufwand definitiv nicht leisten zu können.
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