Wohl am einfachsten ist es, eine Einzelberatung zum Preis von 150 Euro pro Stunde zu buchen. Mögliche Themen: Bilanzierung der privaten Vermögensverhältnisse, Altersvorsorgecheck oder Baufinanzierung. Diese Beratung beinhaltet laut Sprecherin keine weiteren Verpflichtungen. Um die 150 Euro auf andere Weise zu erhalten, muss man einen Vertrag unterschreiben – entweder für Depotberatung oder Vermögensverwaltung. In beiden Fällen sind möglich: eine Flatrate von 75 Euro pro Monat oder jährliche Gebühren von 1,65 Prozent des Gesamtvolumens (mindestens 1400 Euro pro Jahr bei Depotberatung und 900 Euro bei Vermögensverwaltung). Das Institut hat Niederlassungen in 13 Städten sieht sich als einziges deutsches Geldhaus, das komplett auf Honorarberatung basiert. Chef ist Karl Matthäus Schmidt, Gründer des Discountbrokers Consors (heute: Cortal Consors).
Die einstündige Erstberatung, die schon bislang nichts kostet, bleibt nach Angaben der Sprecherin erhalten und ist unabhängig von dem Gutschein. Beworben wird das Angebot in Spots, die seit Anfang der Woche im Fernsehen laufen. Anzufordern ist der Coupon entweder über www.deutschlands-unbeliebteste-bank.de oder direkt über die Homepage www.quirinbank.de. Wer über die Homepage geht, den erwartet zuerst ein kleines Quiz - mit Fragen wie: „Würden Sie für eine unabhängige und transparente Finanzberatung ein Honorar bezahlen?“ Nach Angaben der Sprecherin bekommt man den Gutschein jedoch auch dann, wenn man überhaupt nicht oder nicht im Sinne der Quirin Bank antwortet.
Weitere Hürde auf beiden Homepages: Wer den Coupon bekommen will, muss anklicken, dass er mit einer Nutzung seiner Daten einverstanden ist – unter anderem für Marktforschungszwecke. Es handle sich um eine gesetzliche Vorgabe, vor Gutschein-Versand solche Einwilligungen zu verlangen, betont die Sprecherin. Sie erklärt jedoch: „Wer das anklickt, wird jedoch lediglich den Gutschein zugesandt bekommen und kein weitere Post mit Informationsmaterial erhalten.“
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